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Garmin Varia RCT 715 und Varia RCT 716 im Test. So schneidet das Rücklicht mit Radargerät und Dashcam ab.

Garmin Varia RCT 715 und Varia RCT 716 im Test. So schneidet das Rücklicht mit Radargerät und Dashcam ab.
von Jan Koller
Aktualisiert am: 16.1.2023
Fotos: The Cycleverse, Garmin, Jan Koller
Mit dem Varia RCT 716 bringt Garmin neben Licht und Radar jetzt auch eine Dashcam für Radfahrer ins Varia System. Wo liegen die Besonderheiten des Gerätes? Wir haben es ausführlich getestet und klären die rechtliche Situation in Deutschland.

Die Navigationsgeräte und Wearables von Garmin sind im Radsport- und Triathlonzirkus sehr beliebt, doch über die Radar Systeme hört man weniger? Wir waren neugierig und wollten herausfinden, ob Garmin mit den Radargeräten genauso überzeugen kann wie mit seinen anderen Produkten.

Das Garmin Varia RCT 716 verbindet ein Rücklicht mit einem Radar, welches vor herannahenden Fahrzeugen, Tieren, etc. warnt. Zusätzlich verfügt es noch über eine Kamera, die beispielsweise Nummernschilder von zu knapp überholenden Autos aufzeichnen soll. Wo liegen die Stärken und die Schwächen des Radars? Unser Test liefert alle Antworten und klärt welche der beiden Garmin Radar Versionen in Deutschland legal sind.

Garmin Varia RCT 715 und 716. Die Fakten.

UVP: 399,99 Euro
Gewicht:  147 Gramm
Maße: 106,5 x 42,0 x 31,9 mm
Akku: Lithium Ionen  
Batteriekapazität: Max. 6 Stunden (mit aktiver Kamera)
Sichtweite: 140 Meter
Betrachtungswinkel: 220 Grad
Modus und Leuchtdauer (Kamera ein)

Garmin Varia RCT 715:

  • Bis zu 4 Stunden im ständigen Lichtmodus, 20 Lumen
  • Bis zu 5 Stunden im Peloton-Modus, 8 Lumen
  • Bis zu 4 Stunden im Nacht-Blinkmodus, 29 Lumen
  • Bis zu 6 Stunden im Tag-Blinkmodus, 65 Lumen

Garmin Varia RCT 716:

  • Bis zu 5 Stunden mit Radarbetrieb, Dauerlichtmodus und 1080p Video-Aufzeichnung, 5 Lumen
Modus und Leuchtdauer (Kamera aus)

Garmin Varia RCT 715:

  • Bis zu 6 Stunden im ständigen Lichtmodus, 20 Lumen
  • Bis zu 8 Stunden im Peloton-Modus, 8 Lumen
  • Bis zu 6 Stunden im Nacht-Blinkmodus, 29 Lumen
  • Bis zu 10 Stunden im Tag-Blinkmodus, 65 Lumen

Garmin Varia RCT 716:

Bis zu 8 Stunden im ständigen Lichtmodus mit deaktivierter Kamera, 5 Lumen

Kamera Modi: Ein, Aus, Radar-Aktiviert
Kamera Einstellungen:  1080p/720p, mit 30 FPS
Zulassung:

Garmin Varia RCT 716: keine offzielle Zulassung für Deutschland

Garmin Varia RCT 715: StVZO

Konnektivität: ANT+, Bluetooth, WIFI
Wasserdichtigkeit: IPX7
Ladegerät: USB-C
Speicherplatz: 16 GB Micros-SD inkl. Bis zu 128 GB möglich
Weitere Eigenschaften: 
  • Radar
  • Kamera
  • Smartphone kompatible Anzeige 
  • Rücklicht
  • Crash Erkennung 

Wer steckt hinter Garmin?

Das amerikanische Unternehmen Garmin wurde 1989 in Lenexa, Kansas, durch die beiden Elektronik-Ingenieure Gary Burrell und Min Kao (so erklärt sich der Name Garmin) gegründet.

Heute liegt der Hauptsitz des Unternehmens im schweizerischen Schaffhausen, die operative Hauptzentrale ist in Olathe, Kansas, angesiedelt.

Die Produktpalette ist in Automobil, Luftfahrt, Seefahrt, Outdoor und Fitness unterteilt. Garmin begann mit GPS-System für Bootsfahrer und Piloten kleinerer Flugzeuge. Die Navigations-DNA ist bis heute spürbar und macht die amerikanische Marke zum Marktführer in diesem Bereich.

Unter Radsportlern ist Garmin vor allem für seine Navigationsgeräte und Wearables bekannt. Die Produkte zeichnen sich durch einen hohen Nutzwert, innovative Technologien und nutzerspezifischen Funktionen aus.

In der Vergangenheit galten die Geräte als komplex und schwer bedienbar. Das hat sich in den letzten Jahren allerdings komplett geändert. Denn alle neuen Produktiterationen werden so konzipiert, dass sie für ein breiteres Spektrum von Trainierenden als bisher geeignet sind.

Kurz: Garmin hat es geschafft seine Produkte zugänglicher zu machen und sie zeichnen sich heute durch eine extrem hohe Benutzerfreundlichkeit aus.

Auch interessant: Von uns getestete Garmin Produkte:

Das Top-Modell für E-Tourenradler: Garmin Edge Explore 2.

Der Radcomputer mit Solar-Ladefunktion: Garmin Edge 1040 Solar.

Das neue Spitzenmodell im Test: Garmin Edge 1040.

Das GPS-Navi für Tourenradler: Garmin Edge Explore.

Die Multisport Smartwatch: Garmin Fenix 6.

Die Premium-GPS-Multisportuhr. Garmin Fenix 7.

Was ist das Besondere an Garmins Varia RCT 716?

Das Foto zeigt im Hintergrund ein Rennrad mit montiertem Varia RCT 716 Radar. Im Vordergrund sieht man ein Handy auf dem ein aufgenommes Überholmanöver abgespielt wird.

Für Radfahrende kann es überlebenswichtig sein, auch bei schlechten Lichtbedingungen gute Sicht zu haben. Ebenso wichtig ist es auch bei schlechten Lichtverhältnissen von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden.

Noch wichtiger ist es, zu wissen, was hinter einem passiert. Wenn man also über das beste Fahrradlicht auf dem Markt spricht, kommt man nicht umhin, das Garmin Varia Rücklicht zu erwähnen.

Es ist nicht nur ein sehr gutes Fahrradrücklicht, sondern auch ein außergewöhnliches Tech-Gadget, wenn man an die Radar-Funktionalität denkt.

Es ist eine dieser Innovationen, die das Radfahren schlichtweg besser machen. Sie ist sogar so gut, dass sie über die normalen Produktzyklen hinausgeht. Wie kann man also etwas, das so gut ist, noch besser machen? Mit der Veröffentlichung des Varia RCT 716 glaubt Garmin, einen Weg gefunden zu haben.

Das innovative Warnsystem hilft dir, besser zu erkennen, was hinter dir passiert, und speichert automatisch Videomaterial, wenn es eine Kollision, einen Unfall oder einen Sturz erkennt.

Außerdem verfügt es über ein Rückfahrradar, das Fahrzeuge in einer Entfernung von bis zu 140 Metern erkennt. Natürlich hat es auch ein helles Rücklicht, das dafür sorgt, dass du immer gut sichtbar bist.

Das Varia RCT 716 lässt sich nahtlos mit den Garmin-Radcomputern oder der Varia-App auf deinem Smartphone verbinden, um dich während der Fahrt vor Verkehr zu warnen. Du kannst die Aufnahmen nach einer Fahrt oder Trainingstour über die App abrufen.

Kurz: Das Garmin Varia RCT 716 ist ein einzigartiges Produkt, das das gesamte Anwendungsspektrum für Radfahrer abdeckt. Bedeutet, es empfiehlt sich für Pendler in der Stadt, aber auch für alle, die sportlich außerhalb der Stadt auf weniger befahrenen Straßen unterwegs sind.

Wenn Sicherheit für dich ein wichtiger Aspekt beim Radfahren ist, dann lies weiter und finde heraus, ob das Garmin Varia RCT 716 deine nächste Anschaffung sein sollte.

Hast du es eilig?

Das Foto zeigt das Garmin Varia RCT 715.

Garmin Varia RCT 716

Das winzige Garmin Varia RCT 716 passt auf dich auf. Die Dashcam warnt und schützt vor Unfällen. Darüber hinaus speichert sie automatisch die Aufnahmen vor, während und nach einem Ereignis.

UVP: 399,99 Euro

Die gesetzliche Lage in Deutschland.

Um sich legal im Straßenverkehr bewegen zu können, muss man die Vorgaben der StVZO befolgen.

Für die Fahrradbeleuchtung bedeutet das:

  • Eine aktive Lichtquelle mit weißem Abblendlicht an der Front.
  • Eine aktive Lichtquelle mit rotem Rücklicht am Heck.
  • Blinkendes Licht ist nach StVZO verboten, falls es fest am Fahrrad befestigt ist.
  • Vorne ein weißer und hinten ein roter Reflektor (können auch in der aktiven Beleuchtung integriert sein).
  • Orangefarbene Reflektoren an den Pedalen.
  • Reflektoren in den Laufrädern (zum Beispiel durchgehende Reflexstreifen auf der Flanke oder zwei gelbe Speichenreflektoren in jedem Laufrad).

Für das Garmin Radar bedeutet das, dass der Hersteller das Varia RCT in zwei Versionen anbietet.

Das Modell Varia RCT 715 erfüllt nicht die deutsche StVZO und wird international verkauft. Es hat verschiedene Blinkmodi, die in Deutschland verboten sind. Außerdem leuchtet die internationale Version heller. Je nach Modus zwischen 8 und 65 Lumen.

Das Modell Varia RCT 716 ist die StVZO-konform angepasste deutsche Variante. Die Unterschiede zur internationalen Variante sind die fehlenden Blinkmodi und die schwächere, aber in Deutschland legale Leuchtleistung von 5 Lumen im Dauerlichtmodus. Darüber hinaus muss beim Varia RCT 716 die Kamera nach dem Einschalten manuell aktiviert werden.

Sind Dashcams wie die des Garmin Varia Radar in Deutschland verboten?

Nein, das sind sie nicht. Auch wenn das immer noch viele glauben. Sie dürfen genutzt werden um konkrete Situation aufzuzeichnen. Allerdings dürfen sie nicht permanent aktiv sein. Darüberhinaus dürfen die Aufnahmen nur für einen kurzen Zeitpunkt gespeichert werden, insofern sie nicht die Persönlichkeitsrechte von Personen aufs Spiel setzen.

Sind Dashcam-Aufnahmen vor Gericht als Beweismittel zulässig?

Wie so oft hängt das vom juristischen Einzelfall ab. Bis 2018 war es so das Aufnahmen, die die Persönlichkeitsrechte von Menschen gefährden, nicht als Beweismittel zugelassen werden.

Das BGH erließ am 15. Mai 2018 allerdings ein neues Grundsatzurteil. Infolgedessen aus einem Verstoß gegen den Datenschutz nicht automatisch eine Unverwertbarkeit vor Gericht resultiert (Az. VI ZR 233/17).

Grundsätzlich können Dashcam Aufnahmen also als Beweismittel eingesetzt werden, sofern die Bestimmungen zum Datenschutz eingehalten wurden.

Voraussetzung hierfür ist, dass die Dashcam nicht fortlaufend aufnimmt. Stattdessen müssen die Aufnahmen in kurzen Abständen immer wieder gelöscht bzw. überschrieben werden. Erst bei einem Unfall ist es erlaubt, die Daten zur Beweisführung langfristig zu speichern.

Der Praxistest.

Das Foto zeigt ein an der Sattelstütze montiertes Garmin Varia RCT 716.

Wir haben das Radar von Garmin auf unzähligen Ausfahrten ausführlich getestet. Dabei haben wir nach folgenden Kriterien bewertet:

Der Lieferumfang.

Auf der Bewertungsskala sind 10 von 10 möglichen Punkten aktiviert.
Unsere Bewertung: 10 von 10 Punkte.

Die Garmin Varia Radar RCT 716 kommt standardmäßig mit:

  • Varia RCT716
  • Montagesatz (umfasst Ausgleichsstücke für runde, Aero- und D-förmige Sattelstützen)
  • Ladekabel
  • Schnellstartanleitung

und ist somit sofort an allen Fahrrädern und E-Bikes einsetzbar.

Die Funktionen.

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Unsere Bewertung: 10 von 10 Punkte.

Die Kamera.

Das Foto zeigt die Kameralinse in der Nahaufnahme.

Garmin hat insgesamt vier Radargeräte auf dem Markt. Dass Varia RTL 515 und RTL 516 (Testbericht) und die beiden hier besprochenen Radarvarianten RCT 715 und 716.

Der Unterschied zwischen dem Garmin Varia RTL und dem Varia RCT liegt an der integrierten Kamera des RCT.

Grundsätzlich hat das RCT 716 alle Funktionen, die das RTL 516 auch zu bieten hat, aufgrund der Kamera ist es allerdings größer, schwerer, teurer und hat eine geringere Akkulaufzeit.

Die Idee einer integrierten Kamera finden wir großartig. Allerdings ist die Kamera sowie die Akkutechnologie noch zu wenig ausgereift, um auch für längere Ausfahrten Licht, Radar und Kamera kombinieren zu können.

Mit 1080p sollte die Auflösung der Kamera eigentlich gut genug sein. In unserem Test konnten wir allerdings nur bei nahezu perfekten Lichtbedingungen die Nummernschilder von Autos erkennen. Bei schlechteren Lichtverhältnissen war das leider weniger möglich.

Das Radar.

Das Foto zeigt ein am Vorbau installiertes Smartphone mit aktivem Radaralarm.

Bei gemeinsamen Verwendung mit einem kompatiblen Smartphone, Garmin Radcomputer oder anderen Hersteller Navis wie die von Wahoo (Testberichte) wird das Varia RCT 716 integriert um eine Überlagerung der Karten mit Radaralarmen anzuzeigen.

Das System von den Radargeräten ist eine super Idee, dennoch kam die Frage des Sinns auf. Man könnte doch genauso gut über die Schulter blicken, um Herannahendes im Blick zu haben?

Natürlich wäre der altbewährte Schulterblick eine Option. Der Garmin Radar behält jedoch durchgehend einen Überblick, während es dabei auch Objekte erkennen kann, weit bevor wir dazu in der Lage wären.

Der Radar erkennt zwar nicht, ob sich gerade von hinten ein Auto, ein anderer radfahrer oder ein Pferd annähert, aber es ist in der Lage, die Geschwindigkeiten der Objekte anzuzeigen.

Wenn ein Objekt erkannt wird, ertönt ein deutlicher Ton, der auch laut genug ist, um Windgeräusche zu übertönen. Die angegebene Erkennungsreichweite beträgt 140 Meter. Auf kurvenreichen Straßen reduziert sich diese Reichweite etwas.

Was uns gefällt:

  • Erkennt Objekte aus bis zu 140 Metern Entfernung.
  • Erkennt Objekte mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 160 km/h.
  • Kann bis zu 8 Objekte gleichzeitig erkennen.

Pro-Tipp: Das Radar erkennt keine Objekte, die sich gleich schnell wie du bewegen, da die Erkennung, über den Geschwindigkeitsunterschied funktioniert.

Garmin erklärt die Funktionsweise des Radar in diesem Video sehr eingängig:

Die Beleuchtungsstärke.

Das Foto zeigt einen Radahrenden von hinten an dem das Rücklicht des Varia RCT 716 leuchtet.

Neben dem Radar und der Kamera ist das Garmin Varia RCT natürlich auch ein Rücklicht. Dieses funktioniert wie das Radar einwandfrei.

Das Garmin Varia RCT 716 hat mit seinen 5 Lumen und einer Reichweite von 140 Metern genug Power, um deine Sichtbarkeit für den nachfolgenden Verkehr zu erhöhen, ohne dabei zu blenden.

Auch wenn das Garmin Varia RCT 715 in Deutschland verboten ist, hatte unser Autor das Gerät in Mexiko und den USA auf Bikepacking Touren im Einsatz:

Mit den vier verschiedenen Modi hat man genug Auswahl für unterschiedlichste Touren. Wir verwenden meistens den Tag-Blinkmodus mit 65 Lumen und einer Akku-Laufzeit von 6 Stunden in Kombination mit der Kamera. Ohne Kamera hält der Akku in diesem Modus rund 10 Stunden.

Der Modus ist hell genug, um auch bei grellem Tageslicht gut gesehen zu werden, ohne die Fahrenden hinter dir zu blenden.

Was uns gefällt: Das Licht verändert zusätzlich das Blinkverhalten, sobald sich ein Objekt nähert, um dich noch sichtbarer zu machen.

Lumen und Lux? Was ist das genau? Alle Infos gibt es hier in unserem Lux Lumen Rechner.

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Die Akkulaufzeit.

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Unsere Bewertung: 9 von 10 Punkte.

Die Akkulaufzeiten des Garmin RCT 716 und 715 haben wir zweifach getestet: Zuerst haben wir die Geräte in den höchsten Modus gestellt und gewartet, bis ihnen der Akku ausging.

Zugegeben herrschen drinnen wenig realistische Bedingungen. Wir denken jedoch, dass die Werte zumindest als Richtwert für den Outdoortest sehr dienlich sein können.

Der Lithium-Ionen-Akku des Radars hielt im Tagesblinkmodus des RCT 716 sieben Stunden, das ist eine Stunde länger als die Herstellerangabe. Das RCT 715 hielt im Dauerleuchtmodus 5 Stunden und 30 Minuten durch. Das sind immerhin 30 Minuten länger als die von Garmin veranschlagte Laufzeit.

Wir führen das darauf zurück, dass wir uns in der Zeit nur einige Male am Radar vorbeibewegt haben und es somit nicht durchgehend aktiv war. Die Kamera war zusätzlich eingeschalten.

Im Praxistest lagen beide Geräte in etwa in den von Garmin angegebenen Zeitrahmen oder leicht darunter. Das bedeutet, das Radar eignet sich bestens für Fahrten in der Stadt oder etwas längere Trainingrides. Für lange Bikepackingtouren oder Ultradistanzen (bei denen man den ganzen Tag im Sattel sitzt) ist es aufgrund der Akkulaufzeit weniger geeignet.

Was uns gefällt: Den Akkustatus kann man auf seinem verbundenen Gerät abrufen und er wird zusätzlich beim Einschalten in der LED-Leiste angezeigt.

Verhalten der LED Status
Blinkt grün Das Gerät wird aufgeladen. 
Leuchtet grün Der Ladevorgang ist abgeschlossen. 
Blinkt gelb Der Akku ist schwach. 
Blinkt rot  Der Akku ist sehr schwach. 

Aufgeladen wird das Radar mittels USB-C. Über den Computer dauerte eine Vollladung in unserem Test ca. 5 Stunden. Über die Steckdose 3 Stunden. Bei grünem LED-Licht kann das Radar von der Stromquelle getrennt werden.

Die Montage.

Das Foto zeigt die Varia RCT 716 Halterung am oberen Ende einer Sattelstütze.

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In aller Kürze: Das Garmin Varia RCT 716 verwendet Garmins Quarter Turn Mount. Diese wird an der Sattelstütze befestigt.

Die Montage an der Sattelstütze ist die Häufigste, allerdings gibt es unzählige weitere Möglichkeiten, das Radar anzubringen. Unzählige Drittanbieter bieten Halterungen jeglicher Art für Kindersitze, Satteltaschen etc. an.

Die Montage des Garmin Varia RCT 716 selber ist ein Kinderspiel.

Wähle zuerst ein Gummipolster basierend auf der Form deiner Sattelstütze und platziere es auf der Rückseite der Halterung. Im Anschluss bringst du die Halterung an der Sattelstütze an und befestigst diese mit dem Band. Zum Schluss richtest du die Laschen auf der Rückseite des Geräts an den Kerben der Rücklichthalterung aus. Drücke anschließend den Verriegelungshebel nach unten. Fertig.

Pro-Tipp: Montiere das Radar möglichst weit oben an der Sattelstütze, um den vollen Lichtstrahl ausnutzen zu können.

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Die Bedienung und Einrichtung.

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Das Garmin Varia Radar kann mit Smartphones oder unterschiedlichsten Fahrradcomputern gekoppelt werden. Die Garmin Varia App hilft dir beim Herstellen der Verbindung und führt dich durch den gesamten Prozess der Einrichtung.

Je nach Hersteller kann das Koppeln unterschiedlich funktionieren, grundsätzlich ist es aber mit allen Geräten schnell erledigt.

Die wichtigsten Buttons und LED-Signale im Überblick:

Das Foto zeigt ein Garmin Varia RCT 716. Die Bedientasten, die LED-Anzeigen und das Mikrofon sind durch Zahlen markiert.

1. Gerätetaste: Mit ihr schaltest du das Varia Radar an oder aus und wechselst in den Kopplungsmodus. Beim RCT 715 änderst du mit dieser Taste den Lichtmodus.

2. Gerätestatus LED. Ändert seine Farbe je nach Akkustand, Kopplungsstatus, Gerätemodi und Ladestatus.

3. Kamerastatus LED. Ändert seine Farbe je nach Kamerastatus.

4. Kamerataste. Wenn man diese Taste eine Sekunde lang gedrückt hält, wird ein Video gespeichert oder ein Bild aufgenommen. Drückt man sie vier Sekunden, schaltet sich die Kamera aus.

5. Mikrofon.

Gerätestatus-LED:

LED-Status Kategorie
Blinkt lila Das Gerät befindet sich im aktiven Pairing-Modus.
Blinkt blau Das Gerät befindet sich im Smart-Modus und kann von einem gekoppelten kompatiblen Garmin-Gerät gesteuert werden.
Blinkt grün Das Gerät wird geladen.
Einfarbig grün Das Gerät ist vollständig geladen.
Blinkt gelb Das Gerät befindet sich im Sperrmodus.
Blinkt rot Die verbleibende Akkulaufzeit des Geräts beträgt ca. 60 Minuten oder weniger.
Einfarbig rot Ein Fehler ist aufgetreten. Möglicherweise mussen das Gerät neu gestartet werden.

Kamerastatus-LED:

LED-Status Kategorie
Einfarbig rot Das Gerät nimmt Videos auf.
Blinkt rot Das Gerät speichert ein Video oder Foto.
Blinkt abwechselnd rot und gelb Die Speicherkarte hat wenig Speicherplatz.
Blinkt gelb Es liegt ein Problem mit der Speicherkarte vor.
EInfarbig grün Die Speicherkarte wird formatiert. Das Gerät befindet sich im Massenspeichermodus.
Blinkt grün

Das Gerät wird eingeschaltet. Auf die Speicherkarte wird zugegriffen.

Blinkt blau Das Gerät befindet sich im Wi‑Fi-Freigabemodus.

Die Kompatibilität.

Das Foto zeigt einen gekoppelten Garmin GPS-Fahrradcomputer auf dem das aktive Varia Radar angezeigt wird.

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Das Garmin RTL 716 verbindet sich via ANT+ und Bluetooth mit verschiedensten Geräten. Du kannst es mit allen Garmin Fahrradcomputern, aber auch mit den besten GPS-Navis wie die Wahoo Elemnts, Hammerhead Karoo (Testbericht) oder Stages (Testbericht) verbinden. Darüber hinaus lässt sich das Varia Radar auch mit allen Garmin Uhren und vielen anderen Smartwatches verbinden.

Dank der Bluetoothverbindung kannst du auch dein Smartphone mit dem Radar verbinden. Und das nicht nur mit der Garmin App, sondern auch mit Apps von Drittanbietern wie beispielsweise „RideWithGPS“.

Die Größe und das Gewicht.

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Unsere Bewertung: 9 von 10 Punkte.

Das Radar bringt 147 Gramm auf die Waage. Mit 106,5 x 42,0 x 31.9 mm ist es deutlich größer als das ältere RTL 516 und 516 (Vergleich 98,6 x 19,7 x 39.6 mm) sieht aber dennoch sehr ästhetisch an der Sattelstütze aus.

Vergleich Garmin RCT 716 VS Varia RTL 516.

Der wesentliche Unterschied zwischen dem Garmin Varia RCT 715 / 716 und dem RTL 515 / 516 ist die integrierte Kamera. Außerdem besitzt das RCT715 einen USB-C Anschluss. Es ist jedoch größer, schwerer, teurer und hat eine kürzere Akkulaufzeit.

Für wen eignet sich welches Modell und wo liegen die Unterschiede im Detail? Das zeigt der direkte Vergleich.

  Varia RCT 715 / RCT 716 Varia RTL 515 / RTL 516
  Das Foto zeigt ein Varia RCT 716. Das Foto zeigt ein Garmin Varia RTL 516.
Maße: 106,5 x 42 x 31,9 mm  98,6 x 19,7 x 39.6 mm 
Gewicht: 147 Gramm 71 Gramm
Akkulaufzeiten: 4 Std. Dauerhaft oder Nacht Flash
5 Std. Peloton
6 Std. Tag Flash
(Wenn Kamera aktiviert)
6 Std. Dauerhaft
8 Std. Peloton
6 Std. Nacht Flash
16 Std. Tag Flash
Aufladen: USB-C Mikro USB
Radar: Ja Ja
Kamera: Ja Nein
Rücklicht: Ja Ja
Licht Modi:

Dauerhaft (RCT 716)

Dauerhaft, Peloton, Nacht Flash, Tag Flash (RCT 715)

Dauerhaft (RTL 516)

Dauerhaft, Peloton, Nacht Flash, Tag Flash (RTL 515)

Kamera Modi: Dauerhaft, Aus, Radar-Aktiviert
Unfallerkennnung: Ja Nein
UVP: 399,00 Euro 199,99 Euro
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Die Vor- und Nachteile im Vergleich.

Varia RCT 715 / RCT 716 Varia RTL 515 / RTL 516
Das Foto zeigt ein Varia RCT 716.
Das Foto zeigt ein Varia RCT 516.
Vorteile
Kamera Längere Akkulaufzeit
USB-C Ladeport Leichter und kleiner
Nachteile
Kürzere Akkulaufzeit Keine Kamera
Groß Mikro USB Port 
Teuer  
Videoqualität durchschnittlich   

Das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Auf der Bewertungsskala sind 9 von 10 möglichen Punkten aktiviert.
Unsere Bewertung: 9 von 10 Punkte.

Knappe 400,00 Euro sind natürlich eine große Investition für ein zusätzliches Gerät. Da stellt sich die Frage:

Sind die beiden Garmin Varia Radar Modelle RCT 715 und RCT 716 ihr Geld wert?

Sehen wir es mal so: Du darfst nicht vergessen, dass du dafür eigentlich vier Geräte in einem bekommst. Rücklicht, Radar, Dashcam und Kamera.

Natürlich wäre es auch eine Option, ein gewöhnliches Rücklicht mit Rückspiegel und einer GoPro zu kombinieren, dabei müsstest du jedoch auf die Warnfunktion verzichten und zahlst trotzdem noch eine große Stange Geld. Ein akzeptables Rücklicht kostet zwischen 20,00 und 100,00 Euro. Eine GoPro Hero kostet zwischen 350,00 und 450,00 Euro.

Zusätzlich ist die Varia Kamera extra dafür ausgelegt, auch die Nummernschilder der herannahenden Autos zu erfassen. Kurz: Das Preis-Leistungs-Verhältnis geht für uns im Großen und Ganzen klar, auch wenn die 399,00 Euro ein bisschen wehtun.

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Unser Fazit.

Das Garmin Varia RCT 716 ist die neueste Version des Rücklicht-Sicherheitssystems des Radsport-Riesen, das dich vor schnell herannahenden Fahrzeugen und potenziellen Überholmanövern warnt.

Die Integration einer nach hinten gerichteten Dashcam sieht auf dem Papier gut aus, aber die Kamera hat Schwächen. Gleiches gilt für die Ladegeschwindigkeit der App. Okay, das ist jetzt Klagen auf sehr hohem Niveau, denn insgesamt ist das Radar ein beeindruckendes Stück Technik.

Insgesamt haben wir bei unserem Garmin Radar RCT 716 Test die folgenden Vor- und Nachteile festgestellt:

Pro Contra
Sehr gutes Rücklicht. Teuer.
Radar funktioniert einwandfrei. Videoqualität könnte besser sein.
USB-C. App ist langsam.
Akkuleistung weniger als RTL 515, dennoch gut.  
Über viele Garmin und Drittanbieter Geräte bedienbar.  

In den einzelnen Kategorien hat das Radar wie folgt abgeschnitten:

Kriterium Bewertung
Lieferumfang: 10 von 10 Punkte
Funktionen: 10 von 10 Punkte
Akkulaufzeit: 9 von 10 Punkte
Montage: 10 von 10 Punkte
Bedienung: 10 von 10 Punkte
Kompatibilität: 10 von 10 Punkte
Größe und das Gewicht: 9 von 10 Punkte
Preis-Leistungs-Verhältnis: 9 von 10 Punkte
Gesamt: 77 von 80 Punkte

Kurz: Wenn du das beste Fahrradgadget willst, das je erfunden wurde, ist das Garmin Varia Rada 716 genau das Richtige für dich. Wenn du etwas suchst, das einer Fahrrad-Action-Cam ähnelt, ... dann ist es das falsche Produkt für dich.

Welche Alternativen gibt es zum Garmin Varia RCT 716?

399,00 Euro sind verdammt viel Geld, aber das sagten wir ja schon. Trotzdem sind wir uns nach dem Test beider Radar Geräte von Garmin einig, dass das RTL 515 für uns ein Must-Have ist, das RCT 716 mit der integrieten Kamera ist ein Nice-to-Have. Dennoch ist der Preis mit all den Funktionen gerechtfertigt. Es gibt kaum vergleichbare Produkte auf dem Markt.

Wenn dir das Radarsystem von Garmin also gefällt, du aber keine Kamera möchtest, ist das Garmin Varia RTL 516 (Testbericht) eine großartige Alternative. Es kostet 200,00 Euro weniger als das neuere Varia RCT 716, verfügt aber über die gleichen Licht- und Radarfunktionen und hat zudem eine längere Akkulaufzeit.

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Wer schreibt hier?

Das Foto zeigt den Autor Jan Koller.

Jan Koller, Baden bei Wien

Seit meinem 8. Lebensjahr betreibe ich Leistungssport. Über das Schwimmen bin ich zum Triathlon gekommen und letztendlich mit dem Radsport glücklich geworden.

Nach Jahren in österreichischen Regional-und Continental Teams habe ich - nach vielen coronabedingten Absagen von Rennen meine semiprofessionelle Sportkarriere beendet.

Dem Radsport bin ich dennoch treu geblieben. Ultracycling Rennen wie unter anderem Three Peaks, Badlands, Bohemia Divide und Bikebacking Touren sind meine neue Leidenschaft. Ich liebe es dabei, meine Grenzen auszuloten.

Weitere Infos hier auf meiner Homepage.