Der neue Hammerhead Karoo 2 im Test.

Der neue Hammerhead Karoo 2 im Test.
von Stefan
Aktualisiert am: 5.2.2022
Fotos: The Cycleverse, Hammerhead, Stefan
Hammerhead will mit dem Karoo 2 den GPS Navigationsmarkt revolutionieren. Unser Test zeigt, ob der Karoo 2 der etablierten Konkurrenz wirklich das Wasser reichen kann.

Mit dem seit Anfang 2017 vermarkteten Karoo 1 hat sich Hammerhead eine kleine, aber feine Fangemeinschaft aufgebaut. Der Karoo 1 erwies sich in der Praxis durch seine großen Kartenansichten, eine einfache Bedienung und seine lange Akkulaufzeit als echte Empfehlung für lange Touren.

Nichtsdestotrotz gab es am Karoo 1 einige Punkte in denen er seinen Mitbewerbern unterlegen war, beispielsweise seine voluminöse Größe oder fehlende Audio-Hinweise während der Fahrt. Hammerhead hat sich alle Kritikpunkte zu Herzen genommen und das Gesamtkonzept mit Hammerhead 2 völlig neu entwickelt.

2021 der Karoo 2 auf dem Markt gebracht. Das Gerät hat ein verbessertes, kompaktes Design mit einem großen 3,2-Zoll-Display, auf dem man viele Datenfelder und eine grafisch gut aufbereitete Karte sehen kann.

Das GPS ist vollgepackt mit Funktionen wie einem “Live-Strava-Segment”-Overlay, es ist super reaktionsschnell und hat hervorragende Navigationsfähigkeiten sowohl für geplante als auch für spontane Routen. Ausserdem liefert er viele Daten, sodass das WorldTour-Team Israel Start-Up Nation das Gerät zur Erfassung aller Leistungsdaten nutzt. Das Profi-Team war sogar in die Entwicklung involviert und lieferte in dem fortlaufendem Prozess Feedback aus der Praxis, um die Benutzererfahrung weiter zu verbessern.

Zur Produkteinführung sagte Pieter Morgan, Gründer von Hammerhead: „Das Hauptziel bei der Entwicklung des neuen Karoo 2 war es, die leistungsstärksten Komponenten, die jemals in einen GPS-Computer eingebaut wurden, in ein kleines, leichtes, kompaktes und einfach zu bedienendes Navigationsgerät zu stecken, das auch auf Profi-Niveau im Radsport eingesetzt werden kann.“

Ob der Karoo 2 dieses Versprechen einlösen kann? Wir haben uns das GPS-Navi genauer angesehen.

Die Fakten.

Abmessungen: 100,6 x 60,8 x 19,3 mm
Gewicht: 131 Gramm
Display: 3,2-Zoll-Touchscreen-Display, 
Displayauflösung: 292 PPI, 480 x 800 Pixel, 16,7 Millionen Farben
Akkulaufzeit: 12 Stunden
Konnektivität: Bluetooth, ANT+, Wi-Fi, GPS, GSM-Mobilfunk (2G, 3G, 4G, LTE)
Kompatibilität: Komoot, Trainingpeaks, Strava, Ride with GPS, uvm.
Ortung: GPS, GLONASS, BeiDou, QZSS
Interner Speicher: 32 GB
Preis (UVP): 399,00 Euro
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Die Mitbewerber.

Hammerhead möchte mit dem Karoo 2 den GPS Navigationsmarkt aufmischen und den besten GPS-Navigationsgeräten das Fürchten lehren. Doch wer ist die Konkurrenz für den Karro 2?

Ein Blick auf Hammerheads Preispolitik macht klar: Der amerikanische Hersteller lässt seinen Karoo 2 gegen die Branchengrößen von Garmin, Sigma und Wahoo in den Disziplinen GPS-Navi für Road, Gravel und MTB antreten.

Der Karoo 2 kostet mit seinem UVP von 399,00 Euro genau so viel wie der Garmin Edge 830 (UVP: 399,99 Euro), liegt aber preislich über dem Garmin Edge Explore (UVP: 249,99 Euro), dem Garmin Edge 530 (UVP: 299,99 Euro) und dem Sigma Sport ROX 12 (UVP: 349,00 Euro).

Sehr selbstbewusst kostet er 120 Euro mehr als der neue Wahoo Elemnt Bolt 2 (UVP: 279,00 Euro) und immerhin noch 49 Euro mehr als der Wahoo Elemnt Roam (UVP: 349,99 Euro).

Dafür ist er aber 200 Euro günstiger als Garmins Spitzenprodukt, der Edge 1030 Plus (UVP: 599,99 Euro).

Somit ist klar mit wem sich der Hammerhead Karoo 2 vergleichen lassen muss, oder besser gesagt, wen er aufgrund seines Preises schlagen muss.

Lesetipp: Die besten GPS-Smartwatches im Test.

Was ist neu?

Das Foto zeigt den Hammerhead Karoo 2, den Wahoo Elemnt Bolt 2 und den Garmin Edge 1030 im direkten Größenvergleich.
Links der Hammerhead Karoo 2, in der Mitte Wahoos Elemnt Bolt 2 und rechts der Garmin Edge 1030.

Die wichtigsten Neuerungen des Karoo 2 finden sich hauptsächlich an der Hardware des Geräts, wobei die Größe die offensichtlichste ist.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger Karoo 1 (129,5 x 81,3 cm x 15,5) ist der neue Karoo 2 mit seinen 100,6 x 60,8 x 19,3 mm um insgesamt 40 Prozent kleiner und kompakter geworden.

Er ist immer noch etwas größer als der Wahoo ROAM (89 x 54,4 x 17,8 mm) oder der Wahoo Elemnt Bolt 2 (77 x 47 x 21 mm), aber kleiner als der Garmin Edge 1030 Plus (114 x 58 x 19 mm).

Aber auch im Inneren hat sich was getan: Hammerhead hat den Speicher, den Prozessor und die Bluetooth-Chips aufgerüstet, was das Gerät nicht nur schneller, sondern auch leistungsfähiger für zukünftige Firmware-Updates macht.

Features die der Karoo 1 nicht hatte: Der Karoo 2 hat einen nach IP67 wasserdichten USB-C-Anschluss, eine zusätzliche 4G-Abdeckung mit eigener SIM-Karte, duale Bluetooth Smart Chipsätze und einen zusätzlichen Quad-Core-Prozessor. Ebenfalls neu ist das Display aus DragonTrail-Glas um Blendeffekte zu reduzieren.

Karoo 2 VS. Karoo 1. Die Veränderungen.

Das neue Modell liefert jetzt wie seine Mitbewerber Audio-Hinweise beim Routing. Er ist nicht nur kleiner, sondern auch leichter geworden. Das Gewicht ging von 186 gr auf 132 gr runter. Die Aero Halterung ist um 22 gr leichter geworden und bringt jetzt 33 gr auf die Waage. Zudem hat Hammerhead dem Karoo 2 mehr Speicherplatz gegönnt: 32 GB anstatt die 16 GB des Karoo 1.

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Die Hardware.

Das Foto zeigt alle gelieferten Bestandteile des Hammerhead Karoo 2.

Der Lieferumfang:

  • 1 Hammerhead Karoo 2 GPS-Fahrradcomputer
  • 1 Hammerhead Karoo 2 Mount (31,8 mm)
  • 1 Quarter-Turn-Montageadapter für Garmin-Halterungen
  • 1 Sechskant-Schlüssel
  • 2 USB-C Schutzkappen
  • 1 USB-C an USB-A-Kabel
  • 1 Sicherungsschlaufe

Das Foto zeigt den Karoo 2 neben einem Karoo 1. Bei beiden Geräten ist das Display aktiviert.
Links, der deutlich schmalere Karoo 2. Rechts der breitere Karoo 1.

Bei der Neuentwicklung der Hardware war es Hammerheads Ziel, die leistungsstärksten Komponenten in das kleinstmögliche Gehäuse zu packen, um den Karoo 2 auf Augenhöhe mit seinen Konkurrenten von Wahoo und Garmin zu bringen.

Der Karoo 2 ist 40 Prozent kleiner (ja, das hatten wir schon) und 33 Prozent leichter als das Vorgängermodell. Der limitierende Faktor beim Karoo 1 waren die Batterie, der Energiebedarf und das interne Titanskelett. Diese Eigenschaften machten es unmöglich, das alte Gerät in kleiner zu produzieren. Mit dem komplett neu konstruierten Karoo 2 ist es den Produkt-Designern gelungen, die Abmessungen des Navis radikal zu reduzieren, ohne dabei viel Bildschirmfläche zu opfern.

In der Verarbeitung ist der Karoo absolut hochwertig und wirkt so stabil als könnte man ihn auch runterfallen lassen.

Was uns gefällt ist die Möglichkeit, den Karoo 2 mit einer Vielzahl an individuellen Gehäusen auszustatten, um es ein wenig zu personalisieren oder farblich an das eigene Rad anzupassen.

Die Halterung für den Lenker.

Das Foto zeigt das am Vorbau befestigte Hammerhead Karoo 2 Mount-System.

Hammerhead hat für den Karoo 2 eine eigene Halterung entwickelt. Das Key Feature dieses Mount-Systems ist, dass man das Gerät einfach von oben in die Halterung schiebt. Dadurch entfällt das seitliche Drehen wie bei anderen Navi-Halterungen. Der Vorteil des Hammerhead Systems ist, das der Karoo 2 viel näher an den Vorbau ran kann.

In diesem Video erklärt Hammerhead die Funktionsweise des Mount-Systems:

Was uns nicht gefällt ist, dass die mitgelieferte Halterung nur Lenker mit einem Durchmesser von 31,8 mm passt. Dafür ist sie aber mit Garmins Mount-Systemen und den K-Edge Halterungen kompatibel. Auf diesen Halterungen lässt sich der Karoo 2 mit dem im Lieferumfang enthaltenen Quarter-Turn-Montageadapter befestigen.

Das Display des Karoo 2.

Das Foto zeigt zwei Finger auf dem Display des des Hammerhead Karoo 2 die gerade in eine Karte hinein zoomen.

Wie sein Vorgänger ist auch das Karoo 2 mit einem hochauflösenden Touchscreen ausgestattet. Das 3,2 Zoll große Display besteht aus kratzfestem DragonTrail-Glas, das die Widerstandsfähigkeit und die Bedienbarkeit verbessert. Der 3,2″ Bildschirm ist in der Lage, 16,7 Millionen Farben darzustellen, was so ziemlich alle Farben sein dürften die es gibt.

Was uns gefällt: Die Pixelauflösung ist so hoch, dass der Karoo 2 ein wirklich gestochen scharfes Bild liefert.

Er ist definitiv einer der reaktionsschnellsten GPS-Touchscreens die wir getestet haben. In einigen Fällen ist er etwas zu reaktionsschnell, denn bei uns war es so, dass Schweiß oder sogar Regen den Bildschirm versehentlich aktiviert haben. Das Display ist ausreichend hell, um es unter allen Bedingungen ablesen zu können. Die entspiegelte Beschichtung sorgt dafür, dass man die angezeigten Karten oder Daten aus allen möglichen Blickwinkeln gut erkennen kann.

Das Bild oben verrät eine weitere Besonderheit des Displays. Mit 2 Fingern kann man genau wie bei einem Smartphone in die Inhalte reinzoomen. Bei anderen Navis mit Touchscreen kann man zwar Inhalte auf der Karte verschieben, sie bieten aber nicht den Joy-of-use wie der Karoo 2.

Auch wenn das cool ist, stellt sich die Frage, ob das wirklich nötig ist. Denn während der Fahrt hat man erstens nicht die Ruhe, um zu zoomen und zweitens kann es gefährlich werden, wenn man den Blick zu lange von der Straße abwendet.

Im Vergleich zu anderen Fahrradcomputern

gibt es beim Display zwei wichtige Dinge, die hervorstechen: Die Bedienbarkeit und die Reaktionsfähigkeit.

Der Bildschirm des Hammerhead Karoo 2 ist trotz seiner nervösen Reaktionsschnelligkeit brillant. Daran führt kein Weg vorbei.

Das Garmin 1030 Plus hat einen vergleichbaren Bildschirm, kostet aber mehr. Außerdem verzichtet das Garmin auf jede Art von Antireflexionsbeschichtung, was unter bestimmten Lichtverhältnissen störend sein kann.

Auch wenn die Bildschirme der Wahoo Elemnts durch das entspiegelnde Gorilla-Glas ebenso gut ablesbar sind wie das des Karoo 2, spielen sie nicht wirklich in der gleichen Liga weil sie deutlich weniger Farben haben.

Wenn man bedenkt, wie das Display funktioniert, ist der Karoo 2 seinen Mitbewerbern sogar noch weiter voraus. Wahoo bietet nur eine Navigation per Knopfdruck, Garmin hat auch einen Touchscreen, aber das ist eine ziemlich einfache Implementierung.

Der Karoo 2 hat ein Multi-Touch-Display und eine Reaktionszeit, die der Konkurrenz überlegen ist. Das Scrollen auf der Oberfläche ist schnell und ohne Verzögerungen.

Das Set-Up des Hammerhead Karoo 2.

Der Hammerhead Karoo 2 wird direkt auf dem Gerät eingerichtet. Da es sich bei dem Karoo 2 im Grunde um ein auf Fahrradfeatures reduziertes Smartphone handelt, braucht man keine Begleit-App wie bei anderen GPS-Navis. 

Das Set-up ist intuitiv und schnell erledigt. Nach dem ersten Einschalten wird man aufgefordert, eine WiFi-Verbindung herzustellen. Bevor es weitergeht, holt sich der Karoo 2 erst mal das neueste Software-Update von Hammerhead, das dauert ca. 2 bis 3 Minuten.

Pro-Tipp: Du solltest dir deinen Hammerhead Account mit den von dir gewünschten Regionen und gekoppelten Drittanbieter-Accounts vorher am Computer anlegen, denn den brauchst du jetzt.

Das Navi fragt dich jetzt nach deinem Benutzernamen und deinem Passwort. Eingeben, bestätigen und dann zieht er sich die meisten deiner Einstellungen aus der Cloud. Dazu gehören deine Datenseiten und -felder, Strava oder Komoot-Daten und deine individuellen Profilinformationen wie Geschlecht und Alter.

Wenn man vorher schon den Karoo 1 hatte, sollte man wissen, das es einige Einstellungen gibt, die nicht mit auf das neue Gerät übernommen werden. Das wären zum Beispiel die Sensoren.

Verglichen mit Wahoo oder Garmin muss man sagen, dass der Einrichtungsprozess ähnlich funktioniert. Allerdings gibt es folgende Unterschiede:

Die Garmin Geräte der neuesten Generation übernehmen alle früheren Datenseiten und -felder und Sensoren von älteren Garmin Edge-Geräten. Wahoo überträgt keine Datenseiten von anderen Wahoo-Navis, erleichtert dafür aber die Konfiguration selbiger auf dem Handy.

Die Gemeinsamkeit von Wahoo und Hammerhead liegt darin, dass die Kartendaten der gewählten Region erst nach dem Set-Up heruntergeladen werden. Bei Garmin sind die Karten vorinstalliert und zusätzliche Karten können später heruntergeladen werden.

Was uns gefällt: Für ein so leistungsfähiges Gerät ist das Karoo 2 extrem einfach einzurichten. Genau so einfach ist es später, Einstellungen zu ändern, wenn man die Akkulaufzeit verbessern oder die Anzeige anpassen möchte.

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Die Bedienung des Karoo 2.

Bedient wird der Karoo 2 über 4 Tasten an den Seiten und den kapazitiven Touchscreen. 

Eine WiFi-Verbindung ermöglicht die automatische Synchronisierung von Fahrdaten mit Drittanbieterdiensten wie Strava oder Komoot. Wer keine Lust auf eine eigene SIM-Karte und die damit verbundenen monatlichen Kosten hat, kann das Gerät ganz einfach über Bluetooth mit einem Smartphone koppeln. Solange das Smartphone in der Nähe ist, können SMS und andere Push-Benachrichtigungen auf dem Hammerhead angezeigt werden.

Beim Einschalten des Karoo 2 kann man die Art der Fahrt oder des Trainings auswählen. Es ist möglich, jeden Trainingstyp individuell anzupassen und sogar neue Profile zu erstellen, um sich auf spezifische Einheiten zu konzentrieren. Man könnte also ein MTB-Profil erstellen, das beispielsweise grundlegende Daten wie Steigung, Geschwindigkeit, Entfernung, Temperatur und Tageszeit enthält.

Eine Einstellung, die dem Karoo 2 fehlt, ist die Möglichkeit, die Schriftgröße des Displays zu ändern. Warnungen und Trail- oder Streckennamen sind schwer zu erkennen. Einige Teile der Datenbildschirme können allerdings so angepasst werden, dass sie sich jeweils nur auf ein paar wichtige Messwerte beschränken. So kann die Schriftgröße der Zahlen vergrößert werden.

Zwischen den Datenseiten wechselt man per Swipe oder per Taste. Wie bereits erwähnt ist das Display sehr reaktionsfreudig. Bei Feuchtigkeit lässt sich der Karoo 2 schwerer bedienen und bei einem trockenen Display ist die Nutzbarkeit mit Handschuhen verbesserungswürdig.

Die Akkulaufzeit.

Geladen wird der Karoo 2 über eine USB-C-Buchse. Der Vorteil von USB-C ist das schneller aufgeladen wird: 30 Prozent in 30 Minuten und 50 Prozent in einer Stunde.

Natürlich wirkt sich die Verbindung mit mehreren Sensoren und die Nutzung der Mapping-Funktionen des Geräts auch auf die Akkulaufzeit aus, die Hammerhead mit 12 Stunden angibt.

Wir sind im Schnitt etwa 10 Stunden pro Ladung ausgekommen, aber wir konnte die Akkulaufzeit auf 14 Stunden erhöhen, indem wir das Gerät mit reduzierter Hintergrundbeleuchtung und ohne Sensoren oder Navigationsanweisungen genutzt haben.

Pro-Tipp: Die Kartendarstellung mit 3D-Gebäuden ist die Einstellung am Karoo 2, die am meisten Akku verbraucht.

Der USB-C-Anschluss ist nach IP67 wasserdicht. Auf Touren hat sich gezeigt, dass er längere Zeit Regen standhält. Da der Ladeanschluss allerdings nicht abgedeckt ist, kann es besonders bei schlammigen Graveltouren Probleme mit eindringendem Dreck geben. Hammerhead liefert dafür zwar Gummi Abdeckungen bei, die sind aber sehr frickelig in der Anwendung, ausserdem haben wir die kleinen Teile sofort verloren.

Pro-Tipp: Isolierband erfüllt diesen Zweck besser, auch wenn es hässlich ist.

Die Navigation.

Das Foto zeigt einen Finger der bei der Routenerstellung über das Display swipet.

Es steht außer Frage, dass man sich einen Karoo 2 kauft, weil man mit ihm navigieren möchten. Der Karoo 2 bietet hierbei nicht so viel Optionen wie einige seiner Konkurrenten. Hammerhead hat den Fokus auf das Navigieren mit Routen gelegt.

Hierfür kann man den Karoo 2 mit Routing-Anbietern wie Strava, Komoot oder RideWithGPS verbinden. Alternativ kann man Strecken aber auch mit dem Online-Tool am Computer oder direkt auf dem Karoo 2 erstellen. Für die letztere Option benötigst du allerdings eine aktive Internetverbindung (SIM-Karte oder WiFi).

Um eine neue Route auf dem Gerät zu erstellen, hat man zwei Möglichkeiten: Entweder klickt man sich manuell durch die Karte oder man importiert eine Strecke.

Was uns gefällt: Beim Importieren kann man die URL der Website eingeben. Das funktioniert mit jeder Website-URL, die mit .GPX endet, egal ob Google Maps, Komoot, Strava, RideWithGPS, TrainingPeaks, BikeMap, usw.

Was uns nicht gefällt: Bei der Streckenerstellung gibt es keine Möglichkeit, diese an einen Fahrradtypen (Road, Gravel oder MTB) anzupassen.

Mit der detaillierten und hellen Darstellung des Displays ist der Karoo 2 gut für die Trail-Navigation geeignet. Die kostenlosen, mitgelieferten Basiskarten verwenden Open Street Map Daten. Und obwohl OSM das Wort „Straße“ im Namen trägt, bietet es im Allgemeinen auch eine gute Wegabdeckung.

Die verschnörkelten Weglinien auf der Karte sind hilfreich, aber nicht so einfach zu erkennen wie ein richtiger GPS-Daten-Track. Um eine richtige Trailkarte angezeigt zu bekommen (der man besser folgen kann), muss man entweder eine GPX-Datei hochladen oder sich die Karte von einem Drittanbieterdienst wie Strava ziehen.

Das Foto zeigt eine aktive Navigation mit einem eingeblendeten Abbiegehinweis.

Sobald eine Route geladen ist, leistet der Karoo 2 hervorragende Arbeit und führt einen verlässlich entlang der Strecke.

Gute Nachrichten für alle, die auf ihren Touren kreativ werden und Abkürzungen suchen oder ansonsten auch mal gerne von der geplanten Strecke abweichen. In der Regel irritiert as die meisten GPS-Geräte. Die integrierte „Zurück-auf-den-Weg“-Funktion des Karoo 2 lotst dich immer in Fahrtrichtung zuverlässig zurück auf die richtige Strecke, indem sie auf die riesige Datenbank mit Offline-Kartendaten zurückgreift.

Wie bereits erwähnt, gibt es sogar eine 3D-Kartenansicht, die für die Navigation in urbanen Gebieten sehr hilfreich ist. Für Gravelabenteuer oder Mountainbiketouren ist sie nicht wirklich relevant.

Das Blättern zwischen den Datenbildschirmen kann mit einer Wischbewegung oder mit den Tasten an der Seite des Geräts erfolgen. Das Drücken und Zoomen ist einfach und sollte jedem, der schon mal ein Smartphone in der Hand hatte, vertraut vorkommen.

Was uns gefällt: Hammerhead platziert die Bildschirmbuttons neben den entsprechenden physischen Tasten auf dem Gerät. So weiß man immer, welche Taste welchen Befehl auslöst.

Auf den Streckenseiten findet man nicht nur die Namen der jeweiligen Strecken, sondern auch eine Übersichtskarte sowie Angaben zur Entfernung und zu den Höhenmetern. So kann man besser einschätzen, ob man sich gerade für die richtige Strecke entscheidet.

Was uns gefällt: Die Darstellung der Routen lässt sich nach Erstellungsdatum, dem Höhenunterschied, dem Namen, der Länge und der Entfernung ordnen.

Wenn man auf „Länge“ klickt, erscheint oben die längste Strecke, nach erneutem Doppelklicken wird die kürzeste zuerst angezeigt.

Die Strava-Segmente.

Wenn man sein Strava-Premium-Account verbunden hat, synchronisiert der Karoo 2 automatisch alle Segmente, die man mit Sternen versehen hat.

Diese Segmente lassen sich direkt auf dem Gerät aktivieren oder deaktivieren. Während der Fahrt erhältst du Push-Benachrichtigungen über das bevorstehende Segment. Hierbei erscheint die Entfernung als Countdown. Kein Bock? Dann swipe die Benachrichtigung einfach weg, Hammerheads Live-Segment-Overlay wird dann trotzdem angezeigt, wenn du das Segment erreicht hast.

Was uns gefällt: Hier werden viele nützliche Infos angezeigt: die im Segment zurückgelegte Distanz, die verbleibende Distanz, das Höhenprofil des Segments, die seit Beginn des Segments verstrichene Zeit und einige andere Symbole zur Verfolgung des Fortschritts.

Ein gelber Kreis zeigt deine Position auf dem Höhenprofil an, und du kannst sehen, wo du Vergleich zu anderen stehst.

Es gibt verschiedene Symbole, z.B. eine Karotte für die beste Leistung eines Freundes, dem du auf Strava folgst, einen Wolf für die beste Zeit des nächsten Konkurrenten hinter dir auf dem Segment sowie die KOM/QOM-Zeit, deine persönliche Bestzeit, die letzte Bestzeit der letzten fünf Versuche und deine letzte Leistung.

Insgesamt finden wir, dass dieses Live-Segment-Overlay super ist, um die eigene Performance zu messen. Zudem kann es sehr motivierend sein, wenn man seine Zeit mit den Zeiten verschiedener Konkurrenten vergleichen kann. Die grafische Darstellung des Overalls macht einfacher die Daten schnell zu erfassen.

Unser Fazit.

Der Hammerhead Karoo 2 ist deutlich konkurrenzfähiger als sein Vorgänger. Er ist schlanker, leistungsfähiger reaktionsschneller und immer noch einfach zu bedienen. Insgesamt eignet sich der Karoo 2 hervorragend für mehrtägige Radtouren und Intervallfahrten mit Strava-Segmenten.

Das Gerät lässt sich für geplante Routen mühelos mit dem Dashboard synchronisieren und man kann Routen direkt auf dem Gerät erstellen kann, während man unterwegs ist.

Ist der Hammerhead Karoo 2 seinen Preis wert?

Mit seinem UVP von 399,00 Euro und im Vergleich zur hochpreisigen Konkurrenz ist das ein angemessener Preis.

Garmin bietet ein konkurrenzfähiges Display an, bietet aber mit dem Gesamtpaket von Garmin Connect einen höheren Mehrwert für Nutzer.

Sowohl der neue Elemnt Bolt 2 als auch der Wahoo ROAM bieten eine andere Art der Interaktion mit einem Gerät, sind dadurch unserer Meinung nach aber nicht schlechter. Der Vorteil der Wahoo Geräte liegt ebenfalls wie bei den Garmins im Wahoo eignen Gesamtkonzept SYSTM. Aber, insgesamt ist das Hammerhead-Display besser.

Zusätzlich zu dem was der Karoo 2 heute kann deutet Hammerhead immer wieder an, dass das Navi bald noch viel mehr zu bieten hat. Sollte sich das bewahrheiten, dann wären sie auf einem guten Weg der die Konkurrenz das fürchten zu lehren. Momentan leistet der Karoo 2 das noch nicht.

Wenn du die Einfachheit des Systems magst, das dir Statistiken liefert und dich verlässlich geplante Strecken nachfahren lässt, dann ist der Hammerhead eine gute Wahl. Ehrlicherweise muss man sagen, dass es Navis gibt die das für weniger Geld genau so gut können.

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Pro Contra
Sehr gutes Display. Touchscreen reagiert auf Schweiß und Regen.
Exzellentes Re-Routing. Menue-Sprache nur auf englisch.
Top Lenkerhalterung  
Einfaches und intuitives Bedienkonzept.  

Auf der Bewertungsskala sind 9 von 10 möglichen Punkten aktiviert.
Unsere Bewerung: 9 von 10 Punkten.

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