Wahoo Elemnt Roam. Unser Testbericht.

Wahoo Elemnt Roam. Unser Testbericht.
von Stefan
24.8.2021
Fotos: The Cycleverse, Stefan, Wahoo Fitness
Mit der Markteinführung versprach Wahoo mit dem Elemt Roam eine Reihe von Verbesserungen und Weiterentwicklungen im Vergleich zu den beliebten Modellen Elemnt und Bolt. Nach fast einem Jahr mit dem Wahoo Roam auf Rennrad, Gravel und MTB Touren ist es nun an der Zeit für einen ausführlichen Testbericht. Hier kommen die Stärken und Schwächen des GPS-Navicomputers.

Der Wahoo Elemnt Roam wurde nach dem Erfolg des Elemnt Bolt mit viel Tamtam veröffentlicht. Er ist größer als der Bolt (Lies hier unseren Testbericht), hat mehr Funktionen, ein Farbdisplay und wird zum gleichen Preis wie der Garmin Edge 830 verkauft. Rechtfertigt das Gerät also seine Premium-Positionierung und seinen hohen Preis? Schauen wir mal.

Es gibt den Wahoo Elemnt Roam in 2 Ausführungen.

ELEMNT ROAM ELEMNT ROAM Set
Der Wahoo Elemnt Roam vor weißem Hintergrund Der Elemnt Roam mit dem TICKR Herzfrequenzmesser und den Sensoren RPM Speed und RPM Cadence vor weißem Hintergrund

Elemnt Roam

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Der ROAM mit entsprechendem Zubehör. Im Set mit dem TICKR Herzfrequenzmesser sowie den Sensoren RPM Speed und RPM Cadence
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Der Wahoo Elemnt Roam. Die Besonderheiten.

Der Elemnt Roam ist Wahoo erstes Gerät mit Farbdisplay und das erste, das erweiterte Navigationsfunktionen bietet. Genau wie der Bolt, wird auch der Roam nicht über einen Touchscreen, sondern über ein intuitives Tastensystem bedient.

Wahoo hat beim Elemnt die Navigation nicht nur stark verbessert, sie haben die Navi-Funktion durch viele neue Features brauchbarer gemacht und katapultieren sich so in die erste Liga der Navi-Anbieter. Der Wahoo Elemnt Roam ist somit auch für Mountainbiker und Tourenfahrer interessant, die weiter und länger fahren möchten und bei denen das Entdecken, weniger das gezielte Abfahren von Trainingsstrecken, im Fokus steht.

Was sind die herausstechendsten Merkmale des Wahoo Roam?

  • Der Elemnt Roam verfügt über ein großes und sehr gut ablesbares Display. Selbst unter direkter Sonneneinstrahlung ist die Anzeige einwandfrei erkennbar.
  • Der Elemnt Roam hat einen Umgebungslichtsensor, der die Hintergrundbeleuchtung des Screens automatisch ein- oder ausschaltet. Er passt die Helligkeit des Bildschirms und der LEDs an wechselnde Lichtverhältnisse an, egal on In- oder Outdoor.
  • Die stark verbesserte Fahrradnavigation verfügt über viele exzellente Features.
  • Wie alle Wahoo Elemnt Radcomputer wird auch der Elemnt Roam mit der kostenlosen, einfach zu bedienenden Wahoo ELEMNT Companion App für die Ersteinrichtung und die fortlaufende Bedienung geliefert.

Was uns gefällt: Auch wenn sich der Wahoo Elemnt Roam an MTBler und Tourenfahrer richtet, liefert der GPS-Radcomputer ausführliche Trainingsfunktionen für Straßen-Radsportler. Gleiches gilt für die Integration vieler Trainings-Plattformen und Apps.

Unsere Bewertungskriterien. Wie haben wir den Elemnt Roam getestet?

Wahoo hat mit seinen Produkten nach und nach die Dominanz von Garmin auf dem Markt für GPS-Navigationsgeräte untergraben. Auch wenn die Elemnt Geräte nicht über den technischen Schnickschnack einiger Konkurrenten verfügen, so liefert Wahoo mit den Elemnt GPS-Navis einige der besten im Handel verfügbaren Radcomputer.

Es ist vor allem die Zuverlässigkeit und die Einfachheit der Bedienung, durch die sich die Wahoo Elemnt Produkte einen Namen gemacht hat. Das Koppeln ist easy und die Firmware ist stabil und frei von Fehlern. Der Elemnt Roam übertrifft den originalen Elemnt und den kleineren Elemnt Bolt in Sachen Navigations-Funktionen. Aber kann er auch deren einwandfreies Benutzererlebnis bieten? Und ist der Wahoo Elemnt Roam ein würdiger Navigations-Computer für Gravel oder MTB Tourenfahrer? Genau das wollen wir mit unserem Test herausfinden.

Hier gibt es den Wahoo Elemnt Roam zum besten Preis:

Wahoo Elemnt Roam. Das Produkt Design.

Foto zeigt den Wahoo Roam in drei unterschiedlichen Perspektiven in denen sehr deutlich das aerodynamische Design des Geräts und der Lenkerhalterung erkennbar sind.

Wie auch beim Bolt, bekommt man mit dem Roam eine Halterung um das Gerät am Lenker oder Vorbau zu befestigen. Die Aero Lenkerhalterung ist wirklich schön und überzeugt durch gute Aerodynamikwerte. Allerdings gibt es an der Unterseite keine Vorrichtung, in der man eine GoPro oder eine Fahrradlampe befestigen könnte. Gerade letzteres wäre für Tourenfahrer wünschenswert.

Als Alternative kann man sich eine K-Edge Halterung für Wahoo holen, die hat an der Unterseite eine Vorrichtung.

Der Elemnt Roam behält die praktische Verriegelungsfunktion der Bolt Halterung bei. Das bedeutet, dass man mithilfe einer kleinen mitgelieferten Schraube den Wahoo Roam an der Halterung befestigen kann. Das ist eine praktische Diebstahl-Sicherung, aber die eigentliche Idee dahinter ist eine ganz andere: Gewichtsersparnis für Profi-Teams.

Um schwere Unfälle zu vermeiden, bspw. wenn ein zu leichtes Rad unter der Belastung bricht und der Fahrer Verletzungen davon trägt, gilt für Rennmaschinen, die bei UCI-Rennen an den Start gehen, ein Mindestgewicht von 6,8 Kilo. Dadurch soll verhindert werden, dass die Teams sich zu Tüfteleien hinreißen lassen, die auf Kosten der Stabilität der Bikes gehen.

Durch die permanente Befestigung mit einer Schraube wird der 93,5 Gramm leichte Roam zum festen Bestandteil der Profiräder. Dadurch muss das Gerät zum Wiegen nicht mehr abgenommen werden und es muss im Nachhinein kein weiteres Gewicht hinzugefügt werden. Beispielsweise durch die Installation eines Fahrradcomputers, so wird also tatsächlich Gewicht eingespart.

Wahoo Roam. Der erste Eindruck.

Foto zeigt den Wahoo Elemnt Bolt in drei Ansichten: Frontal von vorne, in einer Dreiviertelansicht und von der Seite.

Der erste optische und haptische Eindruck des Wahoo Roam ist hochwertig. Die Abmessungen des Wahoo Elemnt betragen 89 x 54,4 x 17,8 Milimeter., sein Gewicht liegt bei 96 Gramm. Somit ist er ein wenig größer und schwerer als der Bolt, dafür steckt aber auch mehr Leistung drin.

Der Elemnt Roam ist wie die meisten Radnavis nach IPX7 Norm gegen Wasser, Staub und Schmutz geschützt. Mit seinem eben schon erwähntem radspezifischen Aero-Design, einem schönen und klaren, leicht ablesbaren 2,7-Zoll-Farbdisplay, großen, gummierten Tasten, gibt es eine Menge an ihm zu mögen.

Foto zeigt einen Wahoo Roam auf einem Fahrradlenker. Sehr gut erkennbar sind die arbeitenden LED-Anzeigen.

Uns gefallen die LED-Anzeigen, deren Funktion im Vergleich zum Elemnt Bolt üppiger ausfallen, da der Wahoo Roam über zwei Leisten verfügt. Die oberen LEDs informieren über Benachrichtigungen und geben beim Umschalten Auskunft darüber, auf welcher Seite man gerade ist.

Die seitlichen Indikatoren können so programmiert werden, dass sie Tempo, Leistung oder Herzfrequenz anzeigen. Die mittlere LED-Indikator zeigt die durchschnittliche Leistung der Trainingseinheit an. Die Indikatoren darüber zeigen dann die Leistung über dem Durchschnitt, die darunter die unter dem Durchschnitt an.

Foto zeigt die gelieferte Verpackung des Wahoo Elemnt Roam.

Im Lieferumfang befinden sich:

  • Die Wahoo Elemnt Roam GPS Einheit.
  • Eine Aero-Lenkerhalterung und eine Vorbauhalterung.
  • Zum Laden des Elemnt gibt es ein Micro-USB-Kabel.
  • Und natürlich eine Kurzanleitung.

Beide Halterungen sind supersolide, beim Bedienen der Tasten des Wahoo Roam bleibt alles stabil, nichts wackelt. Das Aufladen funktioniert entweder über ein USB-Ladegerät zu Hause oder auf längeren Touren mit einer Powerbank.

Was uns nicht gefällt, ist der interne Speicher. Der ist mit 2 GB alles andere als reichlich und kann auch nicht erweitert werden. Das hat negative Auswirkungen auf das für Tourenfahrer so wichtige ladbare Kartenmaterial. Dazu gleich mehr, wenn es um die Navigation geht.

Die Ersteinrichtung und Konfiguration des Wahoo Elemnt.

Die Ersteinrichtung des Wahoo Elemnt Roam ist ein Kinderspiel. Eine umfangreiche Bedienungsanleitung braucht es nicht, denn der Roam ist intuitiv bedienbar und lässt sich sehr schnell und vor allem komplett drahtlos einrichten. Alles was man dazu benötigt ist ein Smartphone auf dem die Wahoo Elemnt App geladen ist, den Wahoo Roam und eine aktivierte Bluetooth Verbindung.

Schritt 1: Mit der Taste an der linken Seite wird das Gerät eingeschaltet.

Schritt 2: Es erscheint ein QR-Code, der nun gescannt werden muss und schon werden die beiden Geräte gekoppelt. Der Spaß hat bei uns ganze 18 Sekunden gedauert.

Schritt 3: Ab jetzt folgt man lediglich den Anweisungen der App.

Nachdem die üblichen Grundeinstellungen wie Maßeinheit und Sprache definiert wurden, kann man nun die Trainingsapps und -portale hinzufügen.

Das Verbinden der Sensoren erfolgt ähnlich intuitiv. Über die linke Taste gelangt man ins Menue, dort wählt man „Sensoren hinzufügen“, schaltet selbigen an und bewegt ihn in der Nähe des Roam. Sobald das Gerät den Sensor erkannt hat, blinken die LEDs. Jetzt muss er nur noch gespeichert werden und das war es dann auch schon.

Die Smartphone-Integration und Kompatibilität des Elemnt Roam.

Die Wahoo Elemnt App ist die ultimative Schnittstelle für alles, was mit dem Wahoo Roam zu tun hat. Das Anpassen der Einstellungen, das Koppeln mit ANT+- und Bluetooth-Smart-Sensoren und die Synchronisation der Fahrdaten geschieht über das Smartphone. Die App selbst zeigt, speichert und analysiert die Fahrdaten.

Wahoo hat eine Menge neuer Partner in Sachen Software und Hardware integriert. MTB-Fahrer oder Gravel-Cyclists, die gerne Trails fahren, werden sich über die zusätzlichen Mapping-Integrationen von Single Tracks und MTB Project freuen.

Verbinden lässt sich die Wahoo Elemnt App mit folgenden Anbieter-Plattformen, Hardware und elektronischen Schaltungen:

Plattformen:

  • Strava
  • Ride With GPS
  • Komoot
  • BestBikeSplit
  • Today’s Plan
  • TrainingPeaks
  • Trainerroad
  • Relive
  • Single Tracks
  • MTB Project
  • Xert Breakthrough Training
  • 2PEAK Dynamic Trainings
  • Cycling Analytics
  • Dropbox
  • Google Fit
  • MapMyFitness
  • PowerTraxx
  • SportTracks
  • Taining Peaks
  • Today’s Plan
  • web4trainer

Unterstützte Hardware und elektronische Schaltungen:

  • ANGi-Helmsensor von Specialized
  • BSXInsight (Laktatschwellentechnologie zur Messung sowohl der aeroben als auch anaeroben Fitness)
  • Moxy Muscle Oxygen Monitor (zeigt den Muskelsauerstofflevel an)
  • ANT+ Rückradar (um in Echtzeit von hinten herannahende Fahrzeuge zu erkennen)
  • Shimano Di2
  • SRAM eTap
  • Campagnolo EPS
  • FSA K-Force WE

Was uns gefällt: Wer seinen Element in der Wahoo App registriert, bekommt einige fette Boni.

Kostenlose Testversionen.

  • 60 Tage kostenlose Nutzung von Strava Summit
  • 30 Tage kostenlose Nutzung von Komoot Premium
  • 30 Tage kostenlose Nutzung von Best Bike Split
  • 30 Tage kostenlose Nutzung von Ride with GPS
  • 30 Tage kostenlose Nutzung und personalisierter Trainingsplan von Today’s Plan
  • 30 Tage kostenlose Nutzung und Trainingsplan für 2 Wochen von TrainingPeaks

Die Bedienung des Wahoo Elemnt Roam.

Alle tasten des Wahoo Elemnt Roam sind durch nummeriert.

Wahoo hat sich auch beim Roam dazu entschieden, auf einen Touchscreen zu verzichten und verwendet stattdessen das gleiche Tastenlayout wie bei den anderen Radcomputern. Auf der Grafik oben siehst du die sechs Tasten die alle Funktionen des Elemnt Roam steuern:

Die Taste 1: Mit der Ein-/Ausschalttaste startet man den Roam und gelangt in das Einstellungsmenü des GPS-Navis.

Die Tasten 2, 3, 4: Die gummierten Smart-Buttons unterhalb des Bildschirms. Die jeweilige Funktion wird im Display über der entsprechenden Taste angezeigt (Route, Pause, Seitenwechsel).

Die Tasten 5, 6: Diese beiden Tasten auf der rechten Seite des Elemnt Roam steuern den Info Zoom und ermöglichen die Navigation in den Einstellungen.

So kann man sich während einer Trainingseinheit mehr Daten auf dem Display anzeigen lassen oder im Einstellungsmenü hoch und runter scrollen. Außerdem richtet man hier auch die Kartenfunktion auf Nord und Süd aus, während man auf einen neuen Navigationspunkt zugreift.

Die Bedienbarkeit des Elemnt Roam auf der Straße oder dem Trail.

Foto zeigt den Wahoo Elemnt Roam im Einsatz auf einem Gravel Bike während der Fahrt.

Die Klarheit des Wahoo Bildschirms ist außergewöhnlich, mit hohem Kontrast und fetten Schriften, die dafür sorgen, dass alle Inhalte leicht zu lesen sind. Das kann man sich eigentlich nur selber verbauen, indem man den Bildschirm mit zu viel Informationen überlädt.

Das Display entspiegelt die Sonne, was das Ablesen unter allen Lichtbedingungen erstaunlich einfach macht. Die dezente Farbgebung einzelner Bereiche ist gegenüber den älteren Wahoo-Geräten eine große Verbesserung. Kurz: Die sehr gute Ablesbarkeit im echten Gebrauch auf der Straße ist einer unserer Lieblingsaspekte des Elemnt Roam.

Die Tasten sind leicht erreichbar und können mit dem Daumen oder Zeigefinger betätigt werden, wenn man gerade in Action auf dem Bike ist. Die analoge Bedienbarkeit empfinden wir als großen Vorteil gegenüber den Touchscreens anderer Herstellermodelle.

Die obere LED-Leiste zeigt an, auf welcher Seite man sich aktuell befindet, so hat man immer einen Anhaltspunkt und weiß genau, wo man sich in der Seitenstruktur bewegt.

Was uns nicht gefällt: Es gibt lediglich die Möglichkeit, nach unten zu scrollen. Wenn man also eine Seite nach oben gehen möchte, muss man alle Seiten durchlaufen. Das ist ein bisschen nervig, wenn man mehrere Daten- oder Kartenscreens und Strava-Live-Segment Bildschirme hat, kann es eine Weile dauern, bis man die gewünschte Seite findet.

Was uns gefällt, ist das bereits erwähnte akustische und visuelle Feedback des Elemnt Roam. Das GPS-Navi piepst und zirpt, um vor Abbiegewarnungen, Annäherungsalarme und anderen Aktivitäten zu warnen. Es ist dabei unaufdringlich und angenehmer als das Garmin-Kreischen.

Wie benutzerfreundlich ist der Wahoo Elemnt Roam?

Die Bedienung der Tasten ist selbsterklärend und ist in kürzerster Zeit gelernt. Während einer Tour benötigt man lediglich die Smart Taste für einen Seitenwechsel oder die beiden rechten Tasten zum Rein- und Raus-Zoomen der Kartedarstellung.

Das Roam liefert durch die selektive Farbgebung nicht nur eine sehr gute Erfassbarkeit der Screeninhalte, das GPS-Navi ist derzeit auch eines der zuverlässigsten und intuitivsten Systeme auf dem Markt.

Wir geben dem Wahoo Elemnt Roam das Urteil „Maximale Bedienerfreundlichkeit“: Im Vergleich zu Garmin Geräten, bei denen es eine Tortur ist, in dem Menü-Dschungel eine Funktion wieder zu finden, begreift man den Wahoo Roam sehr schnell und findet sich auch genauso schnell zurecht.

Was uns gefällt: Die gummierten Tasten bieten ordentlich Grip. Sie lassen sich sogar mit Handschuhen präzise klicken. Außerdem sind sie so aufgebaut, dass den einzelnen Außentasten nie eine andere direkt gegenüberliegt. Bedeutet, auch im Eifer des Gefechts kann man, um sicherer zu drücken mit zwei Fingern links und rechts an den Wahoo Elemnt greifen, ohne Angst haben zu müssen, versehentlich eine anderen Taste zu berühren.

Wie auch beim Bolt, geben alle Tasten bis auf die Ein/Aus Taste, nach dem Drücken durch ein „klicken“ unmittelbares Feedback und zeigen so, dass der Befehl beim Roam angekommen ist.

Was uns nicht gefällt, ist die unterschiedliche Sensitivität der einzelnen Tasten. Die auf dem Bolt fühlen sich komplett anders an als die auf dem Roam. Damit aber nicht genug, die Buttons auf der rechten Seite reagieren wiederum ganz anders als die drei unteren oder die An/Aus-Taste. Sehr verwirrend.

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Das Display des Elemnt Bolt.

Der Wahoo Roam liegt unter direkter Sonneneinstrahlung auf einem Cafe Tisch im Freien. Alle Anzeigen sind bestens erkennbar.

Das Gorilla Glas entspiegelt das Display des Wahoo Roam bei direkter Sonneneinstrahlung und sorgt so für beste Erkennbarkeit.

Der größte Unterschied zum Bolt ist der Farbbildschirm des Wahoo Roam. Es ist nicht vollfarbig, sondern nutzt selektive Farbgebung, um die Aufmerksamkeit der Betrachter auf bestimmte Attribute wie Intervallgraphen oder Kartendetails zu lenken. Auf dem kristallklaren 2,7-Zoll-Display (68,6 mm) kann man so Daten und Routen besser als beim alten Element oder beim Bolt erkennen.

Über dem Bildschirm selber liegt eine kratzfeste und widerstandsfähige Gorilla Glaslinse. Sie schützt nicht nur, sie entspiegelt auch bei übermäßiger Sonnenlichteinstrahlung.

Was uns gefällt: Der Roam verfügt über einen Umgebungslichtsensor, der die Hintergrundbeleuchtung automatisch einschaltet, wenn man bspw. durch einen Tunnel oder einen dicht bewachsenen Wald fährt. Die selbstständige Lichtregulierung sorgt zusätzlich auch für eine Verlängerung der Akkulaufzeit.

Die bereits erwähnten Quick Look LEDs informieren optisch über Navigationshinweise oder andere Benachrichtigungen auf dem Display.

Kleiner Wermutstropfen: Unter starker Sonneneinstrahlung sind die schlecht bis gar nicht erkennbar. Die Hintergrundbeleuchtung reguliert übrigens auch die Leuchtkraft der beiden Quick-Look LED Leisten in Anpassung an die Umgebungshelligkeit.

Wahoo Elemnt Roam. Features und besondere Funktionen.

Als GPS-Fahrradcomputer verfügt der Elemnt Roam im Großen und Ganzen über alle Funktionen, die auch der Bolt hat. Der Wahoo Roam arbeitet sowohl mit ANT+- und mit Bluetooth-Sensoren zusammen und kann mit Smart-Trainern, Herzfrequenzmesser, Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensoren, elektronischen Antrieben und Muskel-Sauerstoffsensoren kommunizieren. Das beeindruckendste Feature in dieser Liste ist das Varia Bike Radar von Garmin, dass sich mit dem Element koppeln lässt.

Wahoo Elemnt Radar-Einstellung.

Das Foto zeigt den Car Detection Screen in den drei unterschiedlichen Phasen: Grün, kein Auto. Orange, Auto nähert sich. Rot, Auto ist unmittelbar hinter mir.

Wahoo nennt das Car Detection. Die Unterstützung für Garmins Varia-Radarserie ist ein Software-Update, dass uns richtig gut gefällt. Es ermöglicht, auf den Wahoo Elemnts Autos zu sehen, die hinter einem auftauchen.

Das gilt für mehrere Fahrzeuge und für KFZ mit hoher Geschwindigkeit. Beim Wahoo Roam, werden diese über den Screen und die seitlichen LEDs angezeigt. Das Ganze funktioniert mehr oder weniger genauso wie bei den Garmin-Geräten, aber anstatt eines kleinen Punktes gibt es bei Wahoo ein animiertes Auto. Der Wahoo Elemnt liefert visuelle und akustische Alarme, um so vor der Gefahr zu warnen.

Auch hier ist die Einrichtung ein Kinderspiel. Man schaltet den Garmin Varia ein, fügt das Radar-Licht als Sensor hinzu und schon ist das Teil gekoppelt. Links im Display erscheint dann wie oben sichtbar ein grüner Balken. Autos, die sich von hinten annähern werden nun als Icon dargestellt und die Balkenfarbe sowie die LEDs werden verfärben sich, zusätzlich ertönt ein akustisches Signal. Grün bedeutet: kein KFZ, freie Fahrt. Orange bedeutet: KFZ nähert sich. Rot bedeutet: Das KFZ Auto ist unmittelbar hinter mir.

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Wahoo Elemnt Roam. Das Live-Track-Portal.

Wahoo Elemnt Roam mit aktiviertem Live Tracking Screen.

Das Live Tracking ist eine Funktion, die über die Wahoo Elemnt App einen Link per E-Mail oder SMS an von dir definierte Kontakte versendet. Dieses Feature erlaubt es anderen Personen, deine Tour in Echtzeit nachzuverfolgen. Das Sicherheits Back-Up funktioniert aber nur, wenn du dein Smartphone dabei hast.

Elemnt Roam und ANGi Sturz-Sensor von Specialized.

Foto zeigt zwei Screens auf dem Roam. Links, der Countdown, dass in 5 Sekunden die Benachrichtigung versendet wird. Rechts, die Bestätigung dass der Notfall abgesendet wurde.

Der patentierte ANGi-Helmsensor von Specialized ruft für dich um Hilfe, wenn du es nach einem Sturz nicht mehr kannst. Lies auch hier unseren Testbericht zum ANGi Sensor im Specialized Ambush Comp. Das funktioniert so, dass ANGi einen möglichen Sturz oder Schlag erkennt und dann zuerst einen Countdown auf das Wahoo Roam Display sendet, um einen Fehlalarm zu vermeiden. Wenn du diesen Countdown nicht unterbrichst, sendet ANGi eine Unfallbenachrichtigung an deine Notfallkontakte.

Wie kommuniziert der Wahoo Elemnt GPS-Radcomputer mit ANGi? Die Specialized Ride App dient hier als Verbindung zwischen dem Wahoo Elemnt Roam und dem ANGi Sensor, sobald beide Geräte verbunden sind.

Strukturierte Trainingseinheiten.

Wahoo hat ein umfangreiches Angebot an strukturierten Trainings in den Elemnt Roam gepackt. Climb-, Sprint- und Intervallprogramme, von denen einige mit den Trainern des Team Ineos entwickelt wurden.

Man bekommt, basierend auf den eigenen FTP-Zahlen, nette grafische Darstellungen und Werte, denen man nachjagen kann. Wer auf strukturiertes stationäres Training steht und keine virtuelle Trainingsplattform abonniert hat, wird hieraus viel Nutzen ziehen können.

Die Strava-Segmente.

Wahoo Elemnt Roam auf der Aero-Lenkerhalterung mit aktiviertem Strava Live-Segmente Screen.

Strava Live-Segmente lassen sich ebenfalls über die Wahoo Elemnt App aktivieren. Sofort nach der Autorisierung integriert sich der Roam vollständig in die Routen- und Live-Segmente, die dann automatisch synchronisiert werden. So verpasst man kein Segment und erhält Push-Benachrichtigungen um den eigenen Fortschritt im Vergleich zu PR, Ziel oder KOM im Auge zu behalten.

Wahoo Elemnt Roam Test. GPS und Navigation. 

Foto zeigt das Display des Wahoo Elemnt Roam während einer Tour. Gut erkennbar sind die schwarzen Navipfeile.

Schwarze Pfeile führen entlang der Fahrtroute.

Der Wahoo Roam nutzt wie auch der Bolt die standardmäßigen GPS- und GLONASS-Satelliten, sowie die BEIDOU Galileo- und QZSS-Satelliten. Wie in unserem Bolt-Testbericht beschrieben, wird das GPS-Signal sofort erfasst, wenn man das Gerät startet. Hier steht der Roam dem Bolt in nichts nach.

Der Elemnt Roam verfügt ebenfalls über die anpassbare Benutzeroberfläche wie der Wahoo Bolt, einschließlich der Perfect View-Zoomfunktion, mit der Radfahrer eine Karte besser sehen oder ihre Datenfelder während der Fahrt anpassen können. Okay, dann kommen wir jetzt endlich zu den Unterschieden in der Navigation.

Die Kartengrafiken und Navigationsfähigkeiten des vorherigen Elemnt oder des Bolt waren bzw. sind nicht die besten, das wurde mit dem Roam ausgebügelt. Die Benutzeroberfläche des Wahoo Roam enthält einige intelligente Navigationsfunktionen, die direkt auf dem GPS-Navi zugänglich sind, die da wären:

Back on Track. Zurück auf den richtigen Weg.

Foto zeigt die aktive Back on Track Funktion des Wahoo Elemnt Roam. Die blauen Pfeile sind gut erkennbar.

Blaue Pfeile führen zurück auf die Strecke.

Ein interessantes Objekt in der Ferne entdeckt und mal eben hinradeln, um sich das genauer anzusehen? Oder einfach nur falsch abgebogen? Kein Problem. Dafür wurde Back on Track gemacht. Dieses Feature leitet Radfahrer zurück zur eigentlichen Route, wenn man die Strecke bewusst oder unbewusst verlassen hat. Der Wahoo Elemnt Roam navigiert dann durch blaue Pfeile. Ist man zurück auf der eigentlichen Strecke, werden die Pfeile wieder schwarz.

Saved Locations. Gespeicherte Lieblingsorte.

Diese Funktion ermöglicht eine einfache Routenführung zu selbst definierten und gespeicherten Orten. Direkt auf dem Roam oder in der Elemnt App kann man seine Lieblingsziele abspeichern und hat so direkten und schnellen Zugriff, um die Navi zu starten.

Take me To. Routenerstellung auf Abruf.

Mithilfe der neuen Schwenk- und Zoomfunktion ermöglicht dieses Navigationsfeature einen Ort auf dem Wahoo Elemt Roam auszuwählen und eine Wegbeschreibung zu diesem Ort zu erhalten. Man wählt direkt auf der Kartenseite des Roam ein Ziel oder einen selber gespeicherten Ort aus und das Navi beginnt seinen Job.

Alternativ kann man auch über die App eine Adresse oder eine Sehenswürdigkeit als Ziel definieren und das dann über Bluetooth auf den Elemnt Roam übertragen.

Get Me Startet. Route zurück zum Anfangspunkt der Tour.

Get Me Started ist eine Navigationsfunktion, die nur auf dem Wahoo Elemnt Roam verfügbar ist. Wenn man diese Option wählt, erstellt der Roam eine Strecke zurück zum Anfangspunkt der gefahrenen Tour, indem er die kürzeste Route zum Startpunkt vorschlägt.

Retrace Route. Entlang der ursprünglichen Route zurück zum Start.

Wenn man Retrace Route direkt im Elemnt Roam oder in der Elemnt Begleiter-App auswählt, wird die gefahrene Strecke „umgekehrt“. Der Roam leitet einen dann exakt über die bereits absolvierte Strecke zurück.

Die Karten- und Navigationssoftware von Wahoo ist eine der größten Stärken des Elemnt Roam. Wahoo verwendet Open Street Maps, um seine Basiskarten zu füllen und liefert den Roam mit einem komfortablen vorinstallierten Kartenmaterial aus: Europa, Nordamerika, Asien, Ozeanien und Südamerika sind vorinstalliert. Karten für Russland, Asien und Afrika können per WLAN kostenlos heruntergeladen werden.

Garmin ist zwar immer noch der amtierende Meister für qualitativ hochwertige Karten, allerdings muss man Karten von anderen Regionen kaufen. Hier hat Wahoo in Sachen Kundenzufriedenheit klar die Nase vorn.

Die Navigation mit Wahoo ist solide, mit Richtungspfeilen, die den Weg auf der Karte anzeigen, einhergehend mit angenehmen Signaltönen, die auf bevorstehende Richtungswechsel hinweisen. Die Darstellung ist größtenteils einfarbig mit der bereits erwähnten selektiven Farbgebung bei Hauptstraßen oder andere Besonderheiten.

Was uns gefällt: Im Gegensatz zum Bolt, kennt der Roam alle Straßen, auf denen du dich befindest. Es weiß tatsächlich, dass du gerade über die Övelgönner Straße in Hamburg-Eimsbüttel fährst und zeigt dir das auch an. Der Bolt hingegen kennt lediglich die GPS-Koordinaten, und zufällig befindet sich dort eine schwarze Linie, die eine Straße darstellen soll.

Der Bolt weiß aber rein gar nichts über die Övelgönner Straße, nicht einmal den Namen oder in welche Richtung sie führt. Stattdessen schummelt das System ein bisschen, weil es diese Daten aus der Streckendatei zieht.

Foto zeigt den Wahoo Elemnt Bolt im Praxistest. Gut erkennbar ist der Waldboden und das Re-Routing auf den Screen.

Mit dem Re-Routing haben wir gemischte Erfahrungen gemacht. Der Roam ist in der Lage, auf einfachen Strecken umzuleiten, aber er kommt mit komplexeren Situationen nicht zurecht. Auf der Straße funktionierte das tadellos, auf Trails kam der Elemnt Roam durcheinander.

Die Integration und das Verschmelzen unterschiedlicher Services ist zu einem unserer Lieblingsfeatures aktueller GPS-Geräte geworden und Wahoo macht hier einen richtig guten Job. Man kann alle seine Strecken von Strava, Ride With GPS, Komoot, Best Bike Split oder Relive nutzen. Über die Elemnt-App zieht man sich seine Strecken aus den verbundenen Konten.

Diese Daten landen dann auf dem Wahoo Elemnt Roam und werden automatisch von den Cloud-Service-Anbietern synchronisiert. Der Roam zieht sich diese Informationen und zeigt dir auch noch an, welche Anbieterdaten gerade genutzt werden.

Man erhält eine vollständige Turn-by-Turn-Navigation und kann sich von den LEDs auf der Gerätefront auch Streckenwarnungen geben lassen. Das ist insofern großartig und besonders wertvoll, da der Wahoo Elemnt Roam über keinen eigenen Streckengenerator verfügt.

Die große Schwäche des Wahoo Elemnt Roam offenbart sich im Praxistest.

Was uns nicht gefällt: Ein echter Nachteil des Elemnt Roam ist der mickrige Speicher von 2 GB für das Kartenmaterial. Deutschland komplett benötigt schon alleine 1,14 Gigabyte Speicherplatz. Wenn man dann wie wir mit dem Fahrrad nach Italien fährt oder Touren im Dreiländereck machen möchte, kann es eng werden.

Denn, wenn die Karten von Österreich, Deutschland und Italien installiert sind, hat der Wahoo Roam nur noch ca. 210 MB freien Speicher. Für die meisten Radfahrer sollte das kein Problem sein, aber diejenigen, die viel in unterschiedlichen Regionen oder Ländern fahren, dürfte das auf Dauer gehörig auf den Senkel gehen.

Man kann das Kartenmaterial zwar über die App tauschen, benötigt dafür aber eine gute Internetverbindung. Und die ist bekanntermaßen nicht immer gegeben. Datenspeichervolumen kostet heute kein Geld mehr, umso unverständlicher, warum Wahoo hier so knausert, vor allem da eine Erweiterung des Speichers über eine micro SD auch nicht möglich ist. Das ist eine bittere Pille, die man schlucken muss.

Eine Speicherkapazität von 8 Gigabyte wären super, dann könnte man sich Deutschland und alle angrenzenden Länder runterladen.

Die Akkulaufzeit

Für Radfahrende, die lange vielleicht auch mehrtägige Touren fahren möchten, ist die Akkulaufzeit eines der wichtigsten Kaufkriterien. Wahoo gibt eine Laufzeit von 17 Stunden an. Das ist realistisch, hängt allerdings schwer davon ab, wie stark man die Navigation und die Kopplung der Sensoren nutzt.

In unseren Tests haben wir die Laufzeit immer erreicht bzw. mit ein paar Tricks auch übertroffen. Kurzum, mit einem Spitzenwert von 19,5 Stunden hat der Akku des Elemnt Roam seine Performance eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Pro-Tipps für eine maximale Akkulaufzeit des Wahoo Elemnt Roam wären:

  • Das Anzeigen von eingehenden Messages/Anrufen auf dem Elemnt deaktivieren.
  • Das Handy während der Tour nicht koppeln.
  • Wenn nicht unbedingt nötig, keine Sensoren verbinden
  • Hintergrundbeleuchtung und LEDs deaktivieren.
  • Du kennst die Strecke? Keine Turn-by-Turn-Navigation.

Was uns gefällt: Der Wahoo Elemnt Roam lädt auch im aktiven Betrieb. Bedeutet, bei sehr langen Touren kann man ihn auch über eine Powerbank laden, vorausgesetzt man hat die richtige Halterung die das zulässt.

Welches Wahoo Elemnt Modell ist besser für dich? Die Unterschiede.

Wer sich für den Wahoo Roam interessiert, tut das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wegen der Navigations- und Kartenfunktionen, die ihn vom Bolt unterscheiden.

Darum werden wir hier auf die größten Unterschiede der beiden Elemnt Versionen eingehen und klären, für wen welches Modell besser geeignet ist. In unten stehender Tabelle findest du die maßgeblichen Unterschiede zwischen beiden GPS-Navigationsgeräten.

Modell Elemnt Roam Elemnt Bolt
  Foto zeigt den Wahoo Elemnt Roam Foto zeigt den Wahoo Elemnt Bolt
Abmessungen 89 x 54,4 x 17,8 mm 47,5 x 47,3 x 22,1 mm
Gewicht 93,5 Gramm 60 Gramm
Display-Größe 2,7 Zoll 2,2 Zoll
Display-Anzeige Farbig Einfarbig
Display-Auflösung 240 x 400 240 x 320
Touchscreen Nein Nein
LED-Anzeige Oben / Seitlich anpassbar Oben anpassbar
Display-Material Gorilla-Glas Kunststoff
Batterielaufzeit 17 Stunden 15 Stunden
Turn-by-Turn-Navigation Ja Ja
Kompatibilität mit Dritten Ja Ja
Zoom Ja Ja
ANT+ Bluetooth Ja Ja
Strava Ja Ja
Abbiegehinweise Komoot, Ride With GPS, Strava und Routing-Quelldateien Komoot und Ride With GPS
Route zum Startpunkt Auf dem Gerät Nein
Wieder auf den richtigen Weg Auf dem Gerät Nein
Kürzeste Route Auf dem Gerät Nein
Routenerstellung auf Abruf Auf dem Gerät Via Elemnt Begleiter-App
Preis 349,99 Euro 219,99 Euro

Zusammengefasst, bedeutet das:

Wahoo Elemnt Roam:

Vollständig navigationsfähiges Kartenset, komplett mit Straßennamen und Höhenangaben. Der Roam ist in der Lage, selbstständig Strecken zu erstellen und zu navigieren, ohne dabei auf andere Plattformen zurückgreifen zu müssen.

Wahoo Elemnt Bolt:

Realistisch gesehen ist die Kartendarstellung lediglich ein schwarzer Strich in einer virtuellen Landschaft ohne Informationen zur Strecke, Fahrtrichtung oder zum Straßennamen. Und die Karte verfügt über keine Daten, die ein Routing ermöglichen könnten. Der Bolt bezieht all seine Infos aus der Datei, die du ihm über die Wahoo App / Drittanbieter Plattform gibst und nutzt diese, um dir den Weg zu weisen.

Für welchen Wahoo Elemnt soll man sich entscheiden?

Wahoo Elemnt Bolt für Radsportler.

Wenn du auf den immer gleichen Strecken unterwegs bist und dich eher auf deine Leistungsstatistiken konzentrieren möchtest, solltest du dich für den Bolt entscheiden. Er richtet sich in erster Linie an Radsportler, die Trainingsrides schrubben wollen. Lies auch hier unseren Elemnt Bolt Testbericht.

Wahoo Elemnt Roam für Gravel und Tourenfahrer.

Wenn du lange oder auch mehrtägige Touren fährst, ist der Wahoo Elemnt Roam aufgrund seiner Akkulaufzeit wie für dich gemacht. Wenn du in Regionen unterwegs bist, in denen du dich nicht auskennst und du auf die Navifeatures angewiesen bist, dann ist der Roam für dich das richtige Gerät. Vorausgesetzt, du hast kein Problem damit, aufgrund des mickrigen internen Speichers manuell die passenden Kartenausschnitte zu aktualisieren und zu laden.

Was uns gefällt: Wahoo ist großartig darin seine Elemnt Modelle durch regelmäßige Firmware-Updates und neue Releases der Wahoo Elemnt App funktionstechnisch upzugraden. Stichwort Garmin Varia Radar und Co.

Wahoo Elemnt Roam Test. Unser Fazit.

Wie für alle Wahoo GPS-Navigationsgeräte gilt auch für den Roam: Ein sehr gutes Set-Up mit dem Blick auf das Wesentliche. Was aber nicht heißt, dass da nicht noch Luft nach oben ist.

Das gilt vor allem für die Speicherkapazität des Elemnt Roam. Die ist ungenügend und führt zumindest bei Radlern, die viel in unterschiedlichen Regionen fahren, zu nervigen Einschränkungen in der Nutzbarkeit.

Aber das ist Klagen auf hohem Niveau. Denn im Großen und Ganzen ist der Wahoo Elemnt Roam ein Spitzengerät, dass sich zu Recht im Premiumbereich der Fahrrad-GPS-Computer einordnet.

Ist der Wahoo Elemnt Roam empfehlenswert?

Ja. Es ist ein Vergnügen, mit ihm zu fahren: Exzellenter Bildschirm, große und gut platzierte Tasten, solide Karten und Navigation, eine sehr große Plattform- und Diensteintegrationen, sowie gute Strava und Trainingsfunktionen machen ihn zu einem verlässlichen Begleiter und einem der intuitivsten Geräte auf dem Markt.

Die Nachteile sind insgesamt gering. Im direkten Vergleich zum Dauerkonkurrenten Garmin ist sein größtes Handicap das kleinere Ökosystem. Die Wahoo Elemnt App ist super für das Gerätemanagement, die Integration ist ebenfalls erste Sahne, aber Garmin Connect (Testbericht Edge Explore und Garmin Connect) hat sich zu einer vielschichtigen und funktionsreichen Gesundheits- und Aktivitätsplattform entwickelt.

Subsumierend lässt sich sagen, dass der Wahoo Elemnt Roam gleichermaßen für Radsportler, Tourenfahrer und MTBler geeignet ist.

Hier findest du den Wahoo Elemnt Roam zum besten Preis.

Pro  Con
Selektive Farben verbessern das Kartenbild und die Erfassbarkeit. Zu kleiner Speicher und nicht erweiterbar.
Fahrradnavigation inkl. Routen Neuberechnung. Unterschiedliche Sensitivität bei den einzelnen Tasten.
Sehr einfache Bedienung. Die Wahoo Aero Halterung erlaubt konstruktionsbedingt kein Aufladen während der Fahrt.
Extrem gute Akkulaufzeit.  
Große Auswahl an integrierten Portalen und Diensten.  
Sinnvolle Tastenanordnung.  
Stabile Halterungen.  

Auf der Skala sind 9 von 10 möglichen Punkten aktiviert.

Gesamtbewertung: 9 von 10 Punkte

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