Wahoo Elemnt Rival. Die Multisport-GPS-Smartwatch im Test.

Wahoo Elemnt Rival. Die Multisport-GPS-Smartwatch im Test.
von Christoph Hoffmann
Aktualisiert am: 5.2.2022
Fotos: The Cycleverse, Wahoo Fitness, Christoph
Die Wahoo Elemnt Rival ist eine tolle Multisport GPS-Uhr mit einigen wirklich interessanten triathlonspezifischen Funktionen. Außerdem hat sie ein gut anpassbares Display und ist ziemlich einfach zu bedienen. Wo liegen ihre Stärken und Schwächen? Unser Test liefert Antworten.

Die Elemnt Rival reiht sich in eine lange Liste etablierter Fitnessgeräte von Wahoo ein und richtet sich ganz klar an hart gesottene Triathleten und Marathon-Enthusiasten.

Wie schafft es der amerikanische Hersteller sich mit der Rival gegenüber Herstellern wie Garmin, Polar, Fitbit oder Suunto zu behaupten? Die Rival verfügt auf der einen Seite über ein paar wirklich gute und einzigartige Features. Auf der anderen Seite überfordert sie Nutzer nicht durch Komplexität, sowie das ihre Konkurrenten machen. Böse Zungen würden sagen, die Rival hat weniger Funktionen.

Fakt ist, Wahoo hat mit der Rival Mut bewiesen. Im Vergleich zu den Mitbewerbern haben die Amerikaner die Funktionen reduziert und die Laufuhr entschlackt. Die Rival konzentriert sich auf die Daten, die für Triathleten von Bedeutung sind.

Seien wir ehrlich: Das Letzte, was man während eines Marathons oder Triathlons gebrauchen kann, ist es, mit fummeligen Knöpfen zu hantieren oder Datenbildschirme manuell anzupassen.

Lesetipp: Die besten Fitness Tracker, GPS Uhren und Smartwatches im Test.

Die Fakten.

UVP: 329,99 Euro
Gewicht: 53 g
Abmessungen: 46,5 x 46,5 x 15,3 mm
Display-Größe: 1,2 Zoll (30,4 mm) Durchmesser
Display-Typ: Farbe
Display-Auflösung: 240 x 240
Linse: Gorilla® Glass
Lünette: Keramik
Gehäuse: Nylon-Polymer
Band: Silikon
Bandlänge: 25,4 cm
Für Handgelenkumfang: 140 mm – 240 mm
Akkulaufzeit: Smartwatch-Modus: 14 Tage
GPS- oder HR-Modus: Bis zu 24 Stunden
GPS-Funktionalität: Integriert
Unterstützte Satelliten: GPS und GLONASS
Wasserdichtigkeit: 5 ATM (wasserfest bis zu 50 Meter)

Das Besondere.

Das Killer-Feature der Wahoo Elemnt Rival ist etwas, das Wahoo als „Touchless Transition“ bezeichnet. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um einen Triathlon-Modus, bei dem die Uhr nahtlos zwischen den Datenbildschirmen und den Daten, die man während der drei Einzeldisziplinen aufzeichnet, wechselt.

So bekommt man die Daten aller Triathlon-Disziplin ohne aktive Interaktion mit der Uhr, selbst beim Wechsel. Zum Start eines Wettkampfs oder eine Trainingseinheit muss man lediglich die Starttaste drücken.

Der Multisport Handover Modus ermöglicht es der Rival nahtlos mit Elemnt-Radcomputern zu interagieren, um Renndaten von der Uhr auf einen Radcomputer für die Radstrecke eines Triathlons zu übertragen. Bedeutet, alle wichtigen Messwerte und Daten sind immer genau da, wo du sie haben möchtest.

Wenn du einen Wahoo Kickr Turbotrainer (Testbericht), einen Elemnt Bolt v2 (Testbericht) oder Roam (Testbericht) oder einen Tickr Herzfrequenzmesser besitzt, erkennt die Uhr diese Geräte automatisch und sammelt die Daten der Geräte in deiner Elemnt App.

Die Highlights im Überblick:

  • GPS-Uhr mit einer angegebenen Akkulaufzeit von 24 Stunden GPS und 14 Tagen Standby.
  • Farbdisplay 240x240px (64 Farben) mit Gorilla Glass.
  • Barometrischer Höhenmesser.
  • Optischer HR-Sensor (für Training und 24×7-Tracking).
  • Überträgt Herzfrequenz über Bluetooth Smart & ANT+.
  • Unterstützt ANT+ und Bluetooth Smart Sensoren.
  • Unterstützt Laufleistungsmesser wie Stryd.
  • Livetrack-Unterstützung bei Kopplung mit dem Handy.
  • Multisport-/Triathlon-Modus,  Touchless Transition.
  • Umgebungslichtsensor.
  • Wasserdicht bis 5ATM (50 Meter).
  • Austauschbare Armbänder.
  • Timer und Stoppuhr.
  • Uploads auf Drittanbieter-Websites wie Strava, TrainingPeaks, Dropbox und viele weitere.

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Wahoo Elemnt Rival. Der Preis.

Das Foto zeigt die beiden Rival Modelle Stealth Grey und Kona White.

Die Wahoo Elemnt Rival ist für einen UVP von 329,99 Euro erhältlich. Hier kannst du alle aktuellen Angebote auf The Cycleverse vergleichen.

Preislich liegt sie zwischen der teureren Forerunner 945 von Garmin und der billigeren Suunto 5. Die Funktionen, die das Gerät bietet, liegen ebenfalls zwischen denen der Konkurrenten. Was ihr an Schlafüberwachung und aktiver Trainingsunterstützung fehlt, macht sie allerdings mit innovativen Funktionen wett. Dazu gleich mehr.

Sie ist entweder in Stealth Grey oder Kona White erhältlich. Wir finden, dass sie in Stealth Grey viel besser und hochwertiger aussieht. Kona White lässt die Uhr mit seinen blauen Akzenten auf der Lünette etwas billig wirken. Aber das ist Geschmackssache.

Das Set-Up der Wahoo Elemnt Rival.

Das Foto zeigt ein iPhone und eine Wahoo Rival während des Kopplungsprozesses.

Wahoo hat die Elemnt Rival übersichtlich gestaltet und die Einrichtung ist einfach. Sobald du die Uhr mit dem Ladegerät eingeschaltet und die Android- oder iOS App heruntergeladen hast, musst du nur noch den QR-Code scannen, der auf dem Display der Uhr angezeigt wird. Dann gilt es einige persönliche Daten einzugeben und schon kann es losgehen.

Mit zwei Tasten blätterst du durch die Seiten. Du kannst aus einer ganzen Reihe von Aktivitäten, Wahoo nennt das „Trainingsprofile“, wählen und findest für jede Aktivität Standardseiten mit Datenfeldern.

Die Wahoo App selber ist sehr übersichtlich und weit entfernt vom Durcheinander des Garmin Ökosystems.

Das Koppeln externer Sensoren ist ebenfalls ein Kinderspiel und wahrscheinlich einer der schnellsten Vorgänge, die wir je bei einer Smartwatch erlebt haben. Egal ob wir Sensoren oder Geräte wie den Kickr oder Headwind verbunden haben, die Rival hat sie innerhalb weniger Nanosekunden gefunden.

Das Produktdesign.

Das Foto zeigt die beiden Wahoo Elemnt Rival Modelle mit aufgefächerten Silikonarmbändern. 

Mit den Maßen 46,5 x 46,5 x 15,3 mm ist das Gehäuse der Wahoo Elemnt Rival etwas kleiner als das der Garmin Fenix 6 Pro (Testbericht) und der Suunto 7, fühlt sich aber an schmalen Handgelenken trotzdem groß an.

Was uns nicht gefällt: Im Gegensatz zu ihren Konkurrenten ist sie leider nur in einer Größe erhältlich.

Was uns gefällt: Das Silikonarmband sitzt extrem bequem und lässt sich gut verstellen.

Die Elemnt Rival selber ist superleicht. Mit nur 53 g liegt sie gut am Handgelenk und verrutscht beim Laufen, Schwimmen oder Radfahren nicht. Die Rival fühlt sich am Handgelenk sehr leicht an. Ich trage jeden Tag einen ziemlich klobigen Chronometer und die leichte Wahoo Uhr fühlte sich die ersten Male etwas befremdlich an. Aber man gewöhnt sich dran und bei längeren Fahrten oder Läufen vergisst man manchmal, dass man eine Uhr am Handgelenk hat.

Die Keramiklünette verleiht der Wahoo Rival zusätzliche Robustheit und soll die Stabilität des GPS-Moduls im Inneren verbessern. Um die Lünette herum befinden sich fünf leicht vertiefte Knöpfe um Kratzer zu vermeiden und um Stöße die im Eifer des Gefechts passieren können abzudämpfen.

Die Uhr ist natürlich wasserdicht und verfügt auf dem Display sitzt Gorilla-Glas. Sie sollte bei Wettkämpfen also einiges einstecken können. Wenn du die Uhr umdrehst, siehst du das grün leuchtende optische Herzfrequenzsystem. Das überwacht den Blutfluss und liefert ziemlich genaue Herzfrequenzdaten. Im Vergleich zu anderen Uhren mit ähnlicher Technologie ist die Rückseite der Wahoo Rival weniger bauchig und drückt nicht in das Handgelenk.

Die Funktionen der Wahoo Elemnt Rival.

Das Foto zeigt das Display der Wahoo Elemnt Ribal auf dem verschiedene Trainingsprofile angezeigt werden.

Wie viele andere Fitness- und Laufuhren ist auch die Wahoo Elemnt Rival immer aktiv. Das heißt, sie registriert im Hintergrund deine Schritte und überwacht deine Herzfrequenz. Das wiederum bedeutet, dass du jedes Mal, wenn du die Wahoo App startest, ein ziemlich gutes Bild deiner täglichen Aktivitäten erhältst.

Abgesehen von der Zeitanzeige können iOS-Nutzer Push-Benachrichtigungen von WhatsApp, Signal und Telegram sowie Anrufe, SMS und E-Mails direkt auf der Elemnt Rival empfangen. iOS-Nutzer können mit der Wahoo Rival auch die Musik auf ihrem Smartphone steuern. Anders als einige Konkurrenten hat dir Elemnt Rival keinen integrierten Speicher, um Musik auf direkt auf dem Gerät zu speichern. Sie ist lediglich eine Fernbedienung.

Das Ziffernblatt lässt sich mit einer Reihe von Farben und Styles über die App anpassen. Das ist allerdings bei Weitem nicht so umfangreich wie bei den Modellen von Garmin.

Mit ihrer Wasserdichtigkeit von bis zu 50 Metern ist die Elemnt Rival perfekt zum Schwimmen geeignet. Außerdem verfügt sie über alle Sensoren, die man von einer Smartwatch erwarten kann: Einen Höhenmesser, einen Kompass und einen Accelerometer der die Beschleunigung misst. Was fehlt, ist ein Thermometer und ein Gyroskop. Letzteres würde dafür sorgen, dass sich die Ausrichtung (Norden, Süden, Osten, Westen) deiner Rival genau analysieren lässt.

Natürlich gibt es auch eine für das Training praktische Stoppuhrfunktion und einen Umgebungslichtsensor. Dieser bewirkt, dass sich die Uhr je nach Lichtverhältnis automatisch aufhellt oder abdunkelt. Dieser Sensor ist übrigens einer der Gründe für die beeindruckende Akkulaufzeit von 14 Tagen im Smartwatch-Modus und bis zu 24 Stunden im GPS- oder Herzfrequenzmodus.

Das Foto zeigt einen mit der Rival gekoppelten Wahoo Kickr Headwind.
Die Elemnt Rival lässt sich in das komplette Wahoo Ökosystem integrieren. Beispielsweise kann sie beim Indoortraining auf der Rolle den Kickr Headwind (Testbericht) in drei Modi steuern: Herzfrequenzsimulation, Geschwindigkeitssimulation und Low-Med-Hi-Einstellungen.

Die Uhr funktioniert einwandfrei mit allen externen ANT+- und Bluetooth-Sensoren, was das Koppeln eines Herzfrequenzmessers, Trittfrequenz- oder Leistungsmessers sehr einfach macht. Das funktioniert auch mit Produkten anderer Hersteller.

Der Kopplungsprozess ist (wie bei allen Wahoo Produkten) extrem einfach. Wie sagt Wahoo das so schön? „Konzentriere dich auf deinen Sport und überlass diese Aufgaben einfach der Elemnt Rival.“

Die vom integrierten optischen Herzfrequenzsensor erfassten Herzfrequenzdaten können über ANT+ an andere GPS-Geräte gesendet werden. Außerdem lässt er sich nahtlos in die Strava- und TrainingPeaks-Software integrieren und kann auch zur Steuerung eines Wahoo-Turbotrainers verwendet werden.

Allerdings fehlen dem Gerät einige der Funktionen, die das günstigere Modell Garmin Forerunner 245 bietet. Das wären die integrierten Musik-Apps, Coaching und Laufdynamik-Tracking, die VO2max-Anzeigen, Feedback zum Trainingseffekt oder die Vorschläge zur Regenerationszeit.

Touchless Transition.

Das Foto zeigt den Touchless Transition Screen der Wahoo Elemnt Rival Smartwatch.

Der „kontaktlose Übergang” ist die interessanteste Funktion der Elemnt Rival. Sie zeigt deine Zwischenzeiten und liefert disziplinspezifische Informationen für jede Etappe eines Triathlons. Und zwar ohne dass du während des Rennens etwas drücken musst, lediglich an der Start- und Ziellinie.

Normalerweise wählt man bei der Verwendung des Elemnt Rival aus, was man gerade macht: Laufen, Radfahren, Rundenschwimmen, Freiwasserschwimmen etc. und scrollt dann während dieser Aktivität durch anpassbare Seiten mit den jeweiligen Daten.

Im Radfahr-Modus kannst du zum Beispiel Höhendaten vom barometrischen Höhenmesser und die Wattzahl von einem beliebigen Leistungsmesser, den du gekoppelt hast, abrufen. Beim Schwimmen ist das nicht relevant. Genau so wäre die durchschnittliche Schlagfrequenz beim Radfahren nicht relevant.

Im Triathlon-Modus erkennen die Algorithmen der Bewegungserkennung aber, dass du die Disziplin gewechselt has und zeigen dir die richtigen Seiten zur richtigen Zeit an.

Touchless Transition übernimmt auch die Zeitmessung für dich. Die Funktion kann erkennen, wann du mit dem Schwimmen aufhörst und aus dem Wasser steigst. Dann beginnt die Rival mit der Zeitmessung für den Wechsel. Dabei berechnet sie, wann du auf das Rad steigst, gibt die T1-Zeit an und beginnt mit der Zeitmessung für die Radstrecke.

Funktioniert das System? Ja. Jedes Mal, wenn wir es getestet haben, hat es einwandfrei funktioniert.

In diesem Video erklärt Jan Frodeno die Vorteile von Touchless Transition:

Multisport-Handover.

Das eingangs schon erwähnte Multisport Handover Feature ist ein sehr interessantes Feature für den Wettkampf. Funktioniert allerdings nur, wenn du auch einen Elemnt Fahrradcomputer hast und beide Geräte mit derselben App gekoppelt sind.

Das Foto zeigt einen Triathleten mit seiner Rival und einem Wahoo Elemnt Radcomputer in der Wechselzone.

Du schaltest deinen Elemnt Bolt oder Roam in der Wechselzone ein und wählst im Menü „Multisport“. Der Elemnt wartet jetzt im Energiesparmodus auf deine Ankunft in der Wechselzone. Sobald die Rival und der Elemnt in Reichweite sind, verbinden sie sich automatisch. Du kannst jetzt auf einem der beiden deine Daten einsehen oder einen Wechsel starten. Der Radcomputer zeigt dir deine Schwimm- und die ersten Wechselzeiten an.

Wenn du die Radstrecke beendest, kannst du auf beiden Geräten einen Wechsel markieren oder die „Touchless Transition“ für einen kontaktlosen Wechsel nutzen.

Wenn du keinen Elemnt-Radcomputer hast, kann die Wahoo Elemnt Rival deine Herzfrequenz an Apps und Radcomputer von Drittanbietern übertragen.

Schwimmfunktionen.

Das Foto zeigt eine Schwimmerin mit ihrer Wahoo Elemnt Rival in einer Schwimmhalle.

Wenn du im offenen Wasser schwimmst, ermittelt die Elemnt Rival deine Distanz und Geschwindigkeit anhand von GPS-Messungen. Wenn du deine Runden schwimmst, wirst du das wahrscheinlich in einer Halle machen. Hierbei werden alle Daten über die Bewegungssensoren und der Länge der Beckenlänge ermittelt. Letztere hast du übrigens manuell eingegeben.

Wenn du der Rival sagst, dass du in einem 50-Meter-Becken schwimmst und die Sensoren sagen, dass du 10 Bahnen geschwommen bist, geht die Uhr logischerweise davon aus, dass du 500 Meter geschwommen bist. Sie berechnet daraus dann deine Durchschnittszeit pro 100 Meter. Wenn du deine Uhr auf der 25-m-Einstellung von einer anderen Trainingseinheit belassen hast, geht sie davon aus, dass du 250 Meter geschwommen bist.

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Die Performance in der Praxis.

Das Foto zeigt eine Wahoo Elemnt Rival am Handgelenk einer Triathletin auf ihrem Bike in der Nahaufnahme.

Die Standardeinstellung für das Radfahren zeigt deine Geschwindigkeit, Fahrtdauer und Distanz auf einer Seite an. Die Rundendaten auf der nächsten Seite, die Herzfrequenz auf der dritten Seite und die Höhe auf der vierten Seite.

Das kann alles über die Wahoo Element-App angepasst werden. Wenn bspw. die Höhendaten für dich uninteressant sind, kannst du sie ausschalten. Man kann auch eigene benutzerdefinierte Seiten hinzufügen. Du könntest dir also zum Beispiel Daten zu Leistung und Trittfrequenz anzeigen lassen, vorausgesetzt, du hast die entsprechenden Sensoren.

Du kannst Trainingsprofile, die dich nicht interessieren, über die App löschen. Yoga ist nicht so deins? Dann kannst du diese Option entfernen.

Was uns gefällt: Man kann sich auch eigene Trainingsprofile erstellen. Kinder tragen, Bierkisten Weitwurf oder Elefanten umschubsen. Oder was man halt so macht in seiner Freizeit. Die komplette Bedienung oder das Einrichten der eigenen Oberfläche ist so intuitiv und einfach, dass man dafür eigentlich kein Manual braucht.

Das Wechseln zwischen den verschiedenen Sportarten und voreingestellten Profilen ist ebenso einfach. Man aktiviert durch Drücken der unteren beiden Knöpfe Wahoos Perfect View Zoom und wird durch verschiedene Datenbildschirme geleitet, sodass man genau die gewünschte Anzeige sieht.

Bei anderen Smartwatches muss man dazu normalerweise in die App oder die Einstellungen der Uhr gehen und manuell an den Layouts herumspielen, bis man zufrieden ist.

Pro-Tipp: Wenn man den oberen linken Knopf während des Trainings einige Sekunden lang gedrückt hält, wird die Uhr gesperrt. Das ist praktisch, wenn man ein Krafttraining durchführt. Denn hier kann es leicht passieren, dass man versehentlich eine Aktivität stoppt oder unterbricht.

Du kannst fast alle Einstellungen über die App ändern. Lediglich die vorhin schon erwähnte Einstellung zur Länge des Schwimmbeckens ist in der App nicht möglich. Das muss man auf der Rival machen.

Sobald eine Aktivität beendet ist, werden die Daten von der Elemnt Rival automatisch auf deinem Smartphone hochgeladen und du kannst dir die detailreichen Informationen (einige davon in grafischer Form) ansehen. Für eine ausführliche Analyse oder für einen Vergleich über einen längeren Zeitraum kannst du sie dir auch auf den Computer oder das Tablet weiterleiten.

Das kannst du entweder automatisch oder manuell machen, nachdem du die Daten überprüft hast und sie an Strava, TrainingPeaks oder eine andere Drittanbieter-App senden möchtest.

Wie schon erwähnt, kannst du die Elemnt Rival so individualisieren, dass sie Telefonnachrichten empfängt, Musik/Podcasts steuert, Skype-Anrufe annimmt usw. Aber es gibt viele Dinge, die die Uhr nicht kann. Es gibt keine Navigation/Karten, und es ist nicht möglich, strukturierte Trainingseinheiten zu verfolgen. Es fehlt auch eine Schlafüberwachung.

Was uns gefällt: Die Informationen auf dem Display werden fantastisch klar dargestellt, und die Schlichtheit des Ziffernblatts zeigt, wie sehr die Uhr auf Leistung getrimmt ist. So schön die maßgeschneiderten Garmin Ziffernblätter auch sind, sie sind oft schwer zu lesen und sehen ein wenig kitschig aus.

Was uns nicht gefällt: Während unseres Tests hatten wir beim Krafttraining ein paar Probleme. Zunächst einmal zeichnet die Uhr keine Wiederholungen, Anstrengungen oder andere wichtige Trainingsdaten auf. Der integrierte Herzfrequenzsensor scheint ein Problem mit Kurz- oder Langhanteln zu haben. Er fällt oft aus und gibt die Gesamtleistung nicht richtig wieder.

In der App werden im Kraftprofil seltsamerweise nur die Entfernung (0,00 km), die Bewegungszeit (sinnlos) und die Gesamtzeit angezeigt. Es gibt auch einen Screen für die Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeit, was ebenfalls sinnlos ist da bei einem Krafttraining nun mal keine Strecken zurückgelegt werden.

Letztendlich ist das aber auch egal, weil die Rival nicht als allgemeine Fitness- oder Trainingsuhr konzipiert ist. Wenn man sie aber zum Schwimmen, Radfahren oder Laufen benutzt, ist sie absolut genial. Das GPS ist hier sehr genau und der Herzfrequenzmesser am Handgelenk funktioniert bei diesen Aktivitäten einwandfrei.

Das Foto zeigt den Screen der Wahoo Elemnt Rival auf dem gerade eine Intervall-Trainingseinheit abläuft.

Man kann mit der Elemnt Rival auch Trainings planen: Die Uhr verfügt über eine TrainingPeaks-Integration sowie über 12 vorgefertigte Wahoo Workouts.

Ferner gibt es ein Bahnprofil, das genauere Distanz- und Tempomessungen beim Laufen auf einer 400-m-Bahn ermöglicht. Wenn du während einer Laufeinheit die Rundentaste drückst, werden dir die Intervalle auf die nächsten 100 Meter genau angezeigt.

Neu ist die Stryd Integration. Sie ermöglicht es, Daten zwischen Stryd Footpods und der RIVAL auszutauschen um so an weitere Laufleistungsdaten zu kommen.

Unser Fazit.

Die Wahoo Elemnt Rival ist zwar nicht so robust und als allgemeine Fitnessuhr nicht so gut wie beispielsweise die Garmin Fenix 6. Aber sie legt den Schwerpunkt ganz klar auf Schwimmen, Radfahren, Laufen und den Triathlon.

Wenn du diese Sportarten regelmäßig machst, liefert dir die Smartwatch von Wahoo eine Fülle von Daten. Und zwar auf eine Art und Weise, die nur eine minimale Interaktion mit dem Gerät erfordert. So kannst du mit einem schnellen Blick auf das Display alles Wichtige erfassen und dich voll auf deine eigene Leistung konzentrieren kannst.

Touchless Transition ist eine hervorragende Innovation und funktioniert sehr gut. Die Tatsache, dass die Daten nahtlos an Wahoo-Radcomputer weitergegeben werden, wird jeden freuen, der bereits in das Wahoo Ökosystem eingetreten ist.

Ist die Wahoo Elemnt Rival empfehlenswert?

Das ist sie vor allem für Triathleten. Auch wenn es bessere (und teurere) allgemeine Fitness-Uhren für Menschen, die ein Coaching benötigen gibt, hat die Rival eben doch entscheidende Vorteile.

Die Wahoo Smartwatch ist ideal für alle, die mehr als das Aufzeichnen der grundlegenden Fitnessniveaus benötigen. Für ambitionierte Sportler, die an Wettkämpfen teilnehmen, bietet sie eine Menge intelligenter Funktionen zu einem (meistens) geringeren Preis als viele ihrer Konkurrenten.

Pro Con
Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Keine Navigationsfunktion.
Superleichtes Gewicht. Weniger Funktionen als Konkurrenten.
Extrem einfach einzurichten und zu benutzen.  
Übersichtliche Datenbildschirme.  
Touchless Transition.  

Auf der Bewertungsskala sind 9 von 10 möglichen Punkten aktiviert.
Unsere Bewertung: 9 von 10 Punkten.

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Die Spezifikationen.

Wahoo Elemnt Rival. Technische Daten.
Konnektivität
Drahtlose Verbindung: ANT+® und BLUETOOTH®
Sensor-Kompatibilität: ANT+®, BLUETOOTH® und ANT+ FE-C
Smartphone-Kompatibilität: iPhone und Android
Sensoren
Höhenmesser: Ja
Gyroscope: Nein
Accelerometer: Ja
Thermometer: Nein
Kompass: Ja, über GPS
Uhrfunktionen
Zeit/Datum: Ja
GPS Time Sync: Über die ELEMNT Begleiter-App
Automatic Daylight Savings Time: Über die ELEMNT Begleiter-App
Timer: Ja
Stowatch: Ja
Smart Features
Einstellung Begleiter-App: Ja
Individuell anpassbares Display: Ja
Benachrichtigungen: Anruf, SMS und E-Mail (E-Mail nur über iOS)
Live Tracking: Über die ELEMNT Begleiter-App
Automatischer Upload von Trainingseinheiten: Ja
Activity Tracking Features
Schrittzähler: Ja
Verbrannte Kalorien: Ja, aktive Kalorien
Stockwerke hinaufgestiegen: Nein
Distanz zurückgelegt: Ja
Intensivitäts-Minuten: Nein
Workout Zeit: Ja
Wöchentliche Swim/Bike/Run Distanz: Ja
Aktivitätsprofile:
  • Indoor Cycling (KICKR)
  • Outdoor Cycling
  • Running
  • Treadmill
  • Lap Swimming (Pool)
  • Open Water Swimming
  • Strength
  • Yoga
Workout Analysefunktionen
HR Zones: Ja
HR Calories: Ja
HR Broadcast: Ja
GPS Speed & Distance: Ja
Anpasbare Datenseiten: Ja
Anpasbare Aktivitätenprofile: Ja
Auto Pause: Ja
Auto Lap: Ja
Manual Lap: Ja
Audio Prompts: Ja
Finish Time: Ja
Auto Multisport Activities: Ja
Manual Multisport Activities: Ja
Button Lock:  Ja
Activity History on Watch: Ja
Integrationen
Activity Apps: Strava, TrainingPeaks
Stationäre Trainer: Wahoo Smart Trainer und mit ANT+ und FE-C ausgestattete Trainer
Designs
Farben
  • Stealth grey
  • Kona white
Lieferumfang
Elemnt Rival Multisport GPS Uhr
USB Ladekabel
Quick Start Guide (QSG)
Wichtige Produktinformationen

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