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Tubeless Umbau. Diese Komponenten benötigst du.

Tubeless Umbau. Diese Komponenten benötigst du.
von Tom Böhm
Aktualisiert am: 31.12.2021
Fotos: The Cycleverse, Schwalbe, Tom Böhm
Welche Komponenten und Teile benötigst du für die Umrüstung auf schlauchlos? Wir erklären es dir.

Nachdem wir im ersten Teil unserer Tubeless Serie erläutert haben, was sich hinter schlauchlosen Reifensystemen verbirgt, gehen wir nun auf die einzelnen Komponenten bzw. Teile ein, die man für ein Tubeless-System benötigt. Im dritten Teil gibt es eine Schrauber-Anleitung wie du die Umrüstung selber bewerkstelligen kannst.

Die Tubeless-Felgen.

Das Foto zeigt einen Tubeless Felgensatz.

Felgen-Modelle wie der Nukeproof Horizon V2 Laufradsatz sind Tubeless Ready. Das bedeutet, sie sind mit einem Tubeless-Ventil versehen, sodass man nur Mäntel montieren und Dichtmittel hinzufügen muss. Das mitgelieferte schlauchlose Ventil ist mit eingebautem Ventilkernentferner.

Auch wenn die meisten aktuell verfügbaren Fahrräder und E-Bikes auf dem Markt mit traditionellen Schlauch-Systemen ausgeliefert werden sind die Felgen meistens auch für Tubeless-Systeme geeignet.

Hier gibt es Tubeless-Felgen und Tubeless-Ready-Felgen (TLR). Die Zweitgenannten finden sich an den meisten Rädern.

Felgen, die für das Tubeless-System geeignet sind, müssen zwei Eigenschaften mitbringen: eine spezielle Form sowie eine Dichtheit an sich.

Tubeless und Tubeless-Ready Felgen verfügen über dieselbe Grundform: Sie haben ein stärker gewölbtes Felgenbett sowie ein kürzeres Felgenhorn mit etwas weniger Profil, was die Dichtheit zum Reifen unterstützt. 

Beim zweiten Punkt, der Dichtheit an sich gibt es Unterschieden zwischen den Tubeless und den TLR-Felgen: So sind echte Tubeless-Felgen im inneren komplett verschlossen und somit von Haus aus dicht. TLR-Felgen sind meist nicht geschlossen, sprich man kann die Speichen innen sehen. Das bedeutet, dass man die Felge im Zuge der Umrüstung auf Tubeless mithilfe eines speziellen Felgendichtband noch abdichten muss. Was aber keine große Problematik darstellt.

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Die Tubeless-Reifen.

Das Foto zeigt einen Tubeless Easy und einen Tubeless Ready Reifen.

Modelle wie der G-One Allround Evolution (links) von Schwalbe sind Tubeless Easy, während andere wie der Schwalbe Hans Dampf MTB Reifen Tubeless Ready sind.

Mit den Reifen verhält es sich ähnlich wie mit den Felgen. Viele moderne Reifen sind grundsätzlich für die Tubeless-Montage ausgelegt. Wie auch die Felgen, werden diese Reifen „Tubeless Ready“ oder „TLR“ genannt.

Sie sind absolut dicht und weisen eine verstärkte Seitenwand auf. „Tubeless Easy“ setzt sich immer mehr durch. Im Vergleich zu den TLR-Reifen verfügen diese Reifen über ein für die Montage verbessertes Seitenwand-Gewebe. Im Fahrbetrieb sollte es keine erkennbaren Unterschiede zwischen Tubeless-Ready und Tubeless-Easy geben.

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Das Tubeless-Ventil.

Das Foto zeigt unterschiedliche Tubeless Ventile in verschiedenen Größen.

Modelle wie das Nukeproof Sam Hill Tubeless Ventil (links) oder das Schwalbe Tubeless Ventile Presta/Sclaverand (rechts) sind universell einsetzbar und funktionieren mit schlauchlosen Reifeneinsätzen.

Ein weiterer, maßgeblicher Bauteil des Tubeless-Systems ist das Fahrradventil. Die Ventile der klassischen Schlauchsysteme, sind dicht im Schlauch montiert und müssen daher zur Felge hin nicht mehr extra abgedichtet werden. Da es beim Tubeless-System keine Schläuche gibt, benötigt man eigene Ventile, so genannte Tubeless-Ventile.

Sie werden in der Felgenöffnung fest mit der Felge verschraubt und zwar so, dass sie mit der Felge eine dichte Einheit bilden. Das Gute daran ist, dass man die Ventile als eigenständige Komponente immer wieder verwenden kann. Sie ziehen bei einem Reifenwechsel einfach mit auf den neue Reifen um. Bei Schlauchsystemen können die Ventile beim Tausch des Schlauches als festes Bestandteil nicht wieder verwendet werden. Geht der Schlauch in den Müll, wandert das Ventil mit.

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Das Felgendichtband.

Das Foto zeigt ein Tubeless Felgendichtband von Schwalbe.

Tubeless Felgendichtband wie dieses von Schwalbe gibt es in unterschiedlichen Breiten, passend für alle Felgengrößen und -arten.

Wie im Abschnitt der Tubeless-Felgen schon erwähnt, benötigen sogenannte Tubeless-Ready Felgen ein spezielles Dicht- oder Felgenband, um die Speichenöffnungen und das Ventilloch abzudichten.

Das Felgenband gibt es in verschiedenen Breiten, so dass das Band zur jeweiligen Felge passt.

Pro-Tipp: Das Dichtband muss immer ca. 2-4 mm breiter als der Felgenboden sein, damit es stabil an der Felgenwand anliegt und nicht verrutschen kann.

Die Felgenbreite ist auf der Felge angeführt, alternativ nimmst du einen Messschieber, und misst die Felge kurzerhand ab.

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Das Dichtmittel, die Tubeless-Milch.

Das Foto zeigt Tubeless Dichtmilch von Muc-Off.

Tubeless Milch wie die von Muc-Off gibt es im praktischen Vorteilspack.

Sagenumwoben, verschrien oder in den siebten Himmel gelobt. Die sogenannte Dichtmilch ist ein zentraler Baustein im Tubeless-System. Sie sorgt für die benötigte Dichtheit im System an sich, und ist auch dafür zuständig, kleine, während der Fahrt auftretende Löcher bzw. Beschädigungen am Reifen umgehend wieder abzudichten.

Viele verfluchen sie, weil sie bei der Montage oder bei einem Reifenwechsel für eine echte Sauerei sorgt. Fakt ist aber, ohne sie würde ein Tubeless-System weniger gut funktionieren.

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Die Tubeless-Kits.

Das Foto zeigt ein Tubeless Kit von Muc-Off.

Muc-Off Tubeless Kits erleichtern den Einstieg besonders, da der Hersteller Kits für alle Disziplinen anbietet.

Um den Einstieg in die Tubeless-Welt zu erleichtern, bieten viele Hersteller wie komplette Tubeless-Kits an. Sie bestehen im Wesentlichen aus den oben genannten Komponenten: Dichtband, 2 x Ventil sowie Dichtmilch.

Sehr oft werden sie noch mit praktischem Werkzeug für die Montage, wie einem Ventilschlüssel oder Felgenhebern ergänzt. Mit einem solchen Tubeless-Kit kann man sein Bike von konventionellen Schlauchreifen auf Tubeless umrüsten, ohne beim Kauf der benötigten Komponenten etwas vergessen zu können.

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Fazit.

Die für Tubeless-Reifen benötigten Komponenten sind relativ überschaubar: Nachdem man sichergestellt hat, dass die Felgen und auch Reifen selbst Tubeless-tauglich sind, benötigt man noch Ventile, Dichtband und Dichtmilch (oftmals praktisch im Tubeless-Kit gebündelt), und schon kann man sich an das Umrüsten der Reifen machen.

Wie das geht? Im nächsten Teil unserer Tubeless-Serie gibt es eine Schritt für Schritt Anleitung, die dir den Umbau erklärt. Hier im ersten Teil erklären wir dir wie Tubeless funktioniert.

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Wer schreibt hier?

Das Foto zeigt Tom Böhm.

Tom Böhm, 36 aus Köflach / Österreich.

Ich war immer schon begeistert auf zwei Rädern unterwegs. Waren es früher noch hauptsächlich Enduro-Motorräder, so habe ich seit ein paar Jahren auch die Liebe zu Mountainbikes entdeckt. Egal ob mit oder ohne Elektrounterstützung, es gibt nichts schöneres als nach einem harten Arbeitstag oder einer anstrengenden Woche einfach loszufahren, nur die Natur und ich. Ich liebe es dabei, ständig neue Routen zu erkunden – querfeldein durch den Wald oder über die schönen Almen Österreichs.

„Geht nicht, gibt’s nicht“ beschreibt dabei meine Routenwahl oft am besten – ganz zum Bedauern meiner Frau, die mich meistens dabei begleitet.