Specialized Tarmac SL6 im Test. Der Racer, der allen Anforderungen gerecht wird?

Specialized Tarmac SL6 im Test. Der Racer, der allen Anforderungen gerecht wird?
von Katharina Meißner
12.9.2021
Fotos: Katharina Meißner, Specialized
Specialized wollte mit dem Tarmac SL6 Comp Disc nicht nur ein schnelles Rennrad entwerfen. Nein, die Entwickler wollten ein Rad auf den Markt bringen, das sich auf allen Ebenen als das Schnellste erweist: bei langen Anstiegen, auf windigen Flachstücken, auf Grand Tour-Etappen und bei Jedermann-Rennen – kurzum den optimalen Racer auf dem Markt. Ob es ihnen gelungen ist? Nehmen wir das Rad genau unter die Lupe.

Abbildung zeigt ein boredauxfarbenes Tarmac SL6 Comp Disc Ultegra Di2 in einer Seitenansicht. Das der Design der innovativen Rahmentechnologie ist gut erkennbar.

Das Tarmac SL6 Comp Disc Ultegra Di2 überzeugt mit einer innovativen Rahmentechnologie.

Dieses Tarmac kommt mit einer Shimano Ultegra Di2 Schaltung, schnell stoppenden hydraulischen Scheibenbremsen, DT R470 Disc Laufrädern und dem von Damen und Herren gleichermaßen beliebten Power Sattel daher.

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Was den Renner so besonders macht?

Das Specialized Tarmac SL6 verfügt über einen sogenannten Rider-First-Engineered™ Rahmen aus knapp 500 Carbonfaserteilen, die je nach Rahmengröße unterschiedlich verlegt sind.

Den Entwicklern von Specialized war besonders wichtig, dass sich das Tarmac SL6 sowohl in kleinen Rahmengrößen als auch in großen gleichermaßen gut fährt. Steifigkeit, Gewicht und Federungskomfort sollten zum jeweiligen Fahrer passen.

Deshalb wurden unter anderem drei verschiedene Gabeln für die unterschiedlichen Rahmengrößen entwickelt. Die Geometrie des Rahmens wurde nicht nur für die männlichen, sondern auch für die weiblichen Sportler beim Womens Tarmac SL6 optimiert.

Die Rahmentechnologie macht das Specialized Tarmac SL6 30 Sekunden schneller als den Vorgänger.

Dieser Carbon-Rahmen-Neuentwicklung wurde eine Aero-Technologie beigemischt, die das Rad laut Hersteller 30 Sekunden schneller als das SL5 macht. Für diesen Zweck wurde das Tarmac ausgiebig im Windkanal getestet. Die D-Form des Sitzrohres und das gerade Oberrohr sind dieser Aero-Optimierung geschuldet.

Die auffälligste technische Neuerung beim Tarmac SL6 ist allerdings unsichtbar: Bei dem Rad wurden im Vergleich zum Vorgänger 20% Gewicht einspart, sodass es in der Rahmengröße 58 nur 8,33 kg wiegt.

Der Aufwand bei der Entwicklung des Bikes hat sich gelohnt. Der Fahrkomfort und die Wendigkeit ergeben zusammen ein Rad, das sich hervorragend ausbalanciert anfühlt. Über kleinere Hindernisse, aber auch etwas Sand rollt das Rad problemlos hinweg. Es ist eher unüblich, einen sportlichen Renner als komfortabel und ausgewogen zu beschreiben, aber genau das ist das Tarmac SL6. Wer ein agiles Rad sucht, das den Fahrer bei schnellen Richtungswechseln nicht überfordert und laufruhig ist, wird von dem SL6 nicht enttäuscht sein.

Specialized Tarmac SL6. Mein Fazit.

Fans des früheren Tarmacs werden die Neuerungen des SL6 genießen und wer zuvor noch kein Tarmac gefahren ist, könnte jetzt zu einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis ausprobieren, wie sich eines der erfolgreichsten Räder anfühlt. 

Pro Contra
hervorragende Kombination aus Agilität, Komfort und Sicherheit. Di2-Kabel hängen etwas lieblos unter dem Vorbau.
ausgewogenes Handling.  
geringes Gewicht.  

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Specialized Tarmac SL6 Comp Disc Ultegra Di2. Die technischen Details:

Foto zeigt das Tarmac SL6 Comp Disc Ultegra Di2 von schräg hintern fotografiert. So sind alle verbauten Komponenten gut erkennbar.

Rahmen: FACT 8r Carbon, Rider-First Engineered, geschraubtes BB, saubere Zugführung, 12x142mm Steckachse, flat-mount Scheibenbremsaufnahme

Gabel: FACT 10r Carbon, 12x100mm Steckachse, Flat-Mount Scheibenbremsaufnahme

Kurbelgarnitur: Shimano Ultegra R8000, 2-fach, 52/36 Zähne, HollowTech 2

Tretlager: Shimano, geschraubt

Schaltung: 22-Gang Kettenschaltung

Schaltwerk: Shimano Ultegra R8050, 11-fach, Di2

Umwerfer: Shimano Ultegra R8050, 2-fach, Di2

Kassette: Shimano Ultegra R8000, 11-fach, 11-30 Zähne

Kette: Shimano Ultegra, 11-fach

Schalt-/ Bremshebel: Shimano Ultegra R8070, Di2

Bremse (vorne): Shimano BR-MT200, hydraulische Scheibenbremse

Bremse (hinten): Shimano BR-MT200, hydraulische Scheibenbremse

Vorbau: Specialized, 3D-geschmiedetes Aluminium, 4-Schrauben, 7-Grad Erhöhung

Lenker: Specialized Shallow Drop, 6061 Aluminium, Klemmung: 31.8mm, Drop: 125mm, Reach: 70mm

Lenkerband: Roubaix S-Wrap

Laufradsatz: DT R470 Disc

Reifen (vorne): Specialized Turbo Pro, 700x26C, Faltreifen, BlackBelt Protection, 60 TPI

Reifen (hinten): Specialized Turbo Pro, 700x26C, Faltreifen, BlackBelt Protection, 60 TPI

Sattel: Body Geometry Power Comp, Streben: Stahl, hohl

Sattelstütze: S-Works FACT Carbon 27.2mm, 20mm offset

Beleuchtung: ohne Beleuchtung

Farbe: Rot

Federung: Mit Starrgabel

Gänge: 22 - Gänge

Geschlecht: Herren

Radgröße: 28 Zoll

Rahmenform: Diamant

Rahmenmaterial: Carbon

Saison: 2020

Schaltart: Kettenschaltung

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Wer schreibt hier?

Katharina Meißner

Katharina Meißner (32 Jahre), Rechtsanwältin, zweifache Mutter, Triathletin, lebt bei Berlin.

„Es wird nicht einfacher. Du wirst nur schneller.“ Unter diesem Motto sitze ich seit 7 Jahren im Rennradsattel und probiere mich inzwischen auch auf dem Mountainbike. Ich bin leidenschaftliche Triathletin und biete anderen Frauen regelmäßig gemeinsame Ausfahrten mit mir an, damit keine allein fahren muss.

Für diesen Zweck hat mir Specialized Testräder zur Verfügung gestellt, die ich kostenlos verleihen kann. Egal ob für Specialized, SCC-Events oder den Berliner Radladen La Dolce Velo – ich arbeite gerne mit Partnern zusammen, um den Frauenradsport populärer zu machen. Denn gemeinsam erreichen wir mehr!

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