Der große E-Mountainbike Test bis 3000 Euro.

Der große E-Mountainbike Test bis 3000 Euro.
von Yannick
13.9.2021
The Cycleverse
Du bist auf der Suche nach einem neuen E-Mountainbike um die 3.000 Euro? Herzlich willkommen in der gehobenen Mittelklasse. Wir haben uns dutzende E-MTBs angesehen und stellen dir hier die besten Bikes vor.

Wenn du dir ein E-Mountainbike aus der Mittelklasse kaufen möchtest, solltest du dafür ein Budget von rund 2000 bis 3000 Euro einplanen. Für diesen Preis ist es sehr gut möglich, ein E-MTB zu erhalten, dass sich im Alltag und bei Ausflügen als treuer Begleiter entpuppt. Noch höherwertige Bauteile verbessern die Performance oftmals nur noch geringfügig, wirken sich in weiterer Folge aber massiv auf den Verkaufspreis aus. 

Genau deshalb ist diese Klasse so interessant für alle ambitionierten Hobbyfahrer, die ein E-Mountainbike mit einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis suchen. Wir wollten genau wissen, wie sich die E-MTBs in dieser Preisklasse fahren und haben deshalb einen entsprechenden E-MTB Test bis 3000 Euro mit sieben unterschiedlichen Bikes durchgeführt.

Suchst du doch E-MTBs in einer anderen Preisklasse? In diesen Testberichten findest du die besten E-MTBs bis 2000 € und die besten E-MTBs bis 4000 €.

Unsere Top-Favoriten aus dem E-MTB Test bis 3000 Euro.

Beste Komponenten. Das sportlichste E-MTB. Das beste Damen E-MTB. Der stärkste Motor. Der Testsieger.

Axess Force

Axess Element

KTM Macina Aera P272

Fischer Montis 6.0i

Chrisson E-Mounter 3.0

625 kWh Akku, Bosch Performance Line CX und noch viel mehr! Design und Geometrie technisch absolut Spitze. Tiefer Einstieg für einen hohen Fahrcomfort. 90 Newtonmeter Motor für eine starke Performance im Gelände. Tolle Gesamtperformance und absolutes Leichtgewicht.
UVP: 2.999,99 € UVP: 2.899,99 € UVP: 3.099,00 € UVP: 2.699,00 € UVP: 2.549,00 €
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Für wen lohnt sich ein E-MTB?

E-Bikes sind aus dem Straßenbild moderner europäischer Städte gar nicht mehr wegzudenken. Wer dabei an E-Mountainbikes denkt, dem fallen als Zielgruppe zunächst einmal all jene ein, denen die Fitness dazu fehlt, längere Anstiege ohne elektronische Hilfe zu bewältigen. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein. 

Wir wollen allerdings mit dem Klischee aufräumen, dass ein E-Mountainbike nichts für sportliche Fahrer ist. Auch sehr sportliche Radfahrer müssen hin und wieder bei steilen Anstiegen das Rad schieben oder eine Gondel nehmen. Wer statt MTB jedoch ein E-MTB hat, der kann den Anstieg nun im Fahren schaffen. Das bedeutet mehr Radfahren und doppelt so viel Spaß. 

Auch Top-Athleten, die steile Anstiege problem schaffen, können den Fun-Faktor bei Ausflügen mit einem E-MTB deutlich erhöhen. Statt den Weg zum MTB-Trail nur einmal oder zweimel mühsam zu erklimmen, hast du so einfach die Möglichkeit, den Anstieg gleich drei oder vier Mal zu bewältigen und kannst den Trail dadurch viel öfter fahren.

Neben den Sportlern ist das E-Mountainbike aber auch für all jene geeignet, die gerne mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren und dort nicht vollkommen verschwitzt ankommen möchten. Auf dem Heimweg ist es dann möglich, noch einen kurzen Abstecher in die Nahe Natur zu machen und bei einer rasanten Fahrt durch den Wald die Sorgen der Arbeit hinter sich zu lassen.  

Oder kurz gesagt: Schubladendenken ist bei E-Mountainbikes nicht angebracht. Wer Bock auf ein E-MTB hat, soll sich einfach eines kaufen. Egal ob er 18 oder 80 Jahre alt ist. 

E-Mountainbike – Trends und Entwicklung.

Beim Motor eines E-Mountainbikes ist im Moment der Performance Line CX von Bosch das Maß aller Dinge. Wer einen anderen Motor verwendet, darf diesen Vergleich auf keinen Fall scheuen. Als kleiner Bruder davon gilt der Performance Line (ohne CX am Ende). Grundsätzlich handelt es sich auch dabei um ein kleines Kraftpaket, dass auf langen Touren und auf bergigem Terrain ausreichend Schub mit sich bringt. 

Gute Akkus erreichen heutzutage schon eine Leistung von 625 Kilowattstunden. Damit musst du dir im Gegensatz zu Akkus, die noch vor wenigen Jahren im Einsatz waren, keine Sorgen machen, ob die Power für einen Tag ausreicht.

Aber selbstverständlich ist es auch heute noch sinnvoll, sich die Unterstützung einzuteilen und nicht immer gleich die volle Leistung zu verballern. Vor allem für all jene, bei denen der sportliche Aspekt im Vordergrund steht. Zu schnell gewöhnt sich der Körper nämlich an die Unterstützung und baut daraufhin einfach ein wenig Schmalz in den Oberschenkeln ab. 

Wer es bei all der guten und hochwertigen Technik als Hersteller auch noch schafft, das Gewicht des E-Mountainbikes unter der magischen 20-Kilogramm-Marke zu handeln, dem gebührt unser höchster Respekt. In der Mittelklasse schwankt das Gewicht der E-Bikes meistens so zwischen 19 und 26 Kilogramm. 

Unsere Bewertungskriterien für den E-Mountainbike Test bis 3000 Euro.

Wir halten es einfach und geben unseren E-MTBs eine Bewertung von maximal 10 Punkten. Gefällt uns ein Modell bei unserem Test enorm gut, erhält es von uns deshalb auch die Höchstnote 10. Weist das E-Mountainbike hingegen Mankos auf, führt das zu Punkteabzügen.

Die wichtigsten Kriterien, die wir für die Bewertung heranziehen, sind die technische Ausstattung und das Gewicht. Uns ist aber auch das Fahrgefühl enorm wichtig. Denn auch wenn manchmal auf dem Papier alles zu stimmen scheint, heißt das noch lange nicht, dass sich ein E-MTB auch gut fährt. Darüber hinaus spielt auch die Optik eine kleine Rolle.

Die Top 7 E-Bikes im E-MTB Test bis 3000 Euro.

In der Preisklasse von 2000 bis 3000 Euro finden sich sehr viele E-Mountainbikes der Hersteller Axess, Chrisson und Fischer. Deshalb haben wir uns bei unserem E-Mountainbike Test bis 3000 Euro auch dazu entschieden, jeweils gleich zwei Fahrräder dieser Hersteller zu testen. Unsere Vorliebe für KTM hat sich mittlerweile auch schon rumgesprochen. Deshalb konnten wir es auch diesmal nicht lassen und haben zur Sicherheit auch noch ein Macina Aera getestet.

Warum es im Moment schwieriger sein kann, ein Fahrrad zu finden?

Seitdem Begrifflichkeiten wie „stay at home“ und „Social Distancing" in unser tägliches Leben Einzug gehalten haben, kommen immer mehr Menschen auf die Idee, ihre Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Laufen oder Radfahren nach oben zu schrauben oder sie suchen sich neue Sporthobbys, da viele Fitnessstudios geschlossen sind.

Grundsätzlich ist das eine sehr gute Sache, der Nachteil hierbei ist, dass die immense Nachfrage das Angebot der meisten Hersteller übersteigt. So kann es kurzfristig passieren, dass Räder schnell ausverkauft sind oder sich die Lieferzeiten verlängern.

Aus diesem Grund schlagen wir dir zu allen getesteten Modellen immer auch noch andere Versionen der jeweiligen Räder vor. Manchmal mit besserer Ausstattung, manchmal mit einer günstigeren. So hast du, sollte dein favorisiertes E-MTB nicht mehr lieferbar sein, zumindest noch eine Alternativ-Version des jeweiligen Bikes vom selben Hersteller.

Wir beobachten die Produkte täglich und aktualisieren sie laufend, sodass du sofort Bescheid weißt, sobald bestimmte Räder wieder erhältlich sind.

Axess Force.

Die besten Komponenten.

Das Foto zeigt ein schwarzes Axess Force E-MTB vor weißem Hintergrund.

Unsere ersten beiden Bikes, denen wir uns in unserem E-MTB Test bis 3000 € widmen, stammen aus dem Hause Axess. Die Philosophie des Unternehmens lautet „Bikes for everyday Athletes“ und soll auch bei den E-MTBs unter Beweis gestellt werden. Alle Bikes sind „designed in Germany“ und werden in enger Zusammenarbeit mit ausgewählten Herstellern und Lieferanten mit dem Ziel entwickelt, moderne und hochwertige Bikes für den täglichen Gebrauch zu bauen. 

Das Force ist ein E-MTB Hardtail mit einer alltagstauglichen Straßenausstattung. Beim Antrieb vertraut der Hersteller voll auf die Qualität von Bosch. Zum Einsatz kommt dabei der Bosch Performance Line CX Motor und der Bosch PowerTube Akku mit 625 Kilowattstunden, der direkt im Unterrohr verbaut ist. Damit ist aus unserer Sicht qualitativ das Limit erreicht. 

Bei der Schaltung kommt eine 10-gängige Shimano Deore zum Einsatz. Gemeinsam mit den Scheibenbremsen von Shimano und der SR Suntour Federgabel ergibt das ein sehr gutes Fahrgefühl im Gelände. 

Das Design kommt bei uns allen sehr gut an. Bei manchen E-MTBs sorgt die Straßenausstattung für ein wenig Großeltern-Feeling, doch hier sind die Komponenten sehr dezent verbaut. 

Lediglich das Gewicht schockt uns dann doch ein wenig. 25,5 Kilogramm sind trotz elektronischer Unterstützung schon enorm. Auf längeren Ausflügen kann das schon zu Ermüdung führen und geht natürlich auch zu Lasten der Reichweite des Akkus. Das führt bei uns leider zu Punkteabzügen. 

Pro Contra
Beste Qualität von Bosch bei Motor und Akku. Hohes Gewicht.
StVO-taugliche Ausstattung.  
Sportliches Design (Straßenausstattung dezent verbaut).  
Gutes Zusammenspiel der einzelnen Komponenten vor allem im Gelände.  

8 von 10 möglichen Punkten sind auf einer Skala ausgewählt.
Gesamtbewertung: 8 von 10 Punkte.

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Axess Element.

Das sportlichste E-MTB.

Das Foto zeigt ein blaues Axess Elemnt 2021 E-MTB vor weißem Hintergrund.

Jetzt sind wir aber mächtig gespannt, wie sich das zweite Bike von Axess im Hersteller-Vergleich schlägt und vor allem, welche Unterschiede die beiden E-Mountainbikes aufweisen. 

Auf den ersten Blick sehen sich die beiden Bikes ein wenig ähnlich. Auch das Element wurde fit für die Straße gemacht und ist mit einer entsprechenden Lichtanlage ausgestattet. Ohne Schutzbleche sieht das Ganze aber gleich noch ein wenig sportlicher aus. Und auch hier kommt wie beim Force wieder die beste Technik von Bosch zum Einsatz. 

Gebremst wird auch hier mit hochwertigen Scheibenbremsen aus dem Hause Shimano. Der größte Unterschied zeigt sich jedoch bei der Schaltung: Denn beim Element setzt Axess auf eine 12-Gang-Schaltung des amerikanischen Herstellers SRAM. Im Praxistest punktet diese bei uns mit einer besonders breiten Übersetzung. Auch hier sorgt wieder die SR Suntour XCR34 Luft-Federgabel auch abseits befestigter Wege für Stabilität und zuverlässigen Bodenkontakt.

Beim Design sind wir uns nach dem zweiten E-MTB von Axess einig, dass das Unternehmen scheinbar mit fähigen Designern zusammenarbeitet. Denn auch diesmal gefällt uns die Optik sehr gut. 

Leider kämpft jedoch auch das Element mit Gewichtsproblemen und bringt mit 25,5 Kilogramm das gleiche Kampfgewicht auf die Waage wie das Force. 

Pro Contra
SRAM Schaltung mit breiter Übersetzung. Zumindest ein bis zwei Kilogramm weniger wären schön gewesen. 
Auch hier: Beste Qualität von Bosch.  
Extra Befestigungsmöglichkeiten für Gepäckträger, sowie Flaschen- und Schlosshalter am Rahmen.  
Gelungenes Design.  

8,5 von 10 möglichen Punkten sind auf einer Skala ausgewählt.
Gesamtbewertung: 8,5 von 10 Punkte.

Alle E-MTBs von Axess entdecken

Chrisson E-Mounter 1.0

Der Preisknaller.

Das Foto zeigt ein weißes Chrisson E-Mounter 1.0 vor weißem Hintergrund.

Nachdem wir die E-MTBs von Axxess ausführlich getestet haben, wenden wir uns nun im Rahmen unseres E-MTB Test bis 3000 € dem Hersteller Chrisson zu. Alle E-Bikes dieser Marke werden in Deutschland entwickelt und in weiterer Folge in Europa hergestellt. Das Ziel des Unternehmens ist es laut eigenen Aussagen, passende, aber zugleich bezahlbare Fahrräder herzustellen. Genau deshalb verzichtet Chrisson auch auf teure Ladenflächen und aufgeblasene Marketingaktionen, sondern konzentriert sich ausschließlich auf den Online-Direktvertrieb. 

Bei den elektronischen Mountainbikes schickt Chrisson seinen E-Mounter in unterschiedlichen Qualitätsstufen ins Rennen. Bei der Version 1.0 handelt es sich um das Einstiegsmodell aus der Serie. Wie üblich in dieser Klasse kommt auch der E-Mounter mit 27,5-Zoll-Reifen daher. Das sorgt im Vergleich zu den 29er-Reifen auch für wesentlich mehr Agilität und Fahrspaß in den Kurven.

Für den Antrieb kommt als Motor der Performance Line von Bosch der dritten Generation zum Einsatz. Auf den kraftvolleren CX wurde hier wohl aufgrund des Preises bewusst verzichtet. Der Akku von Bosch bringt es auf knapp 400 Kilowattstunden. Da geht heutzutage schon ein wenig mehr. 

Bei der Schaltung vertraut Chrisson auf die Qualität von Shimano und hat im E-Mounter 1.0 ein Acera 9-Gang-Getriebe verbaut. Grundsätzlich ist das ausreichend und bietet für jedes Vorhaben auch den optimalen Gang, auch bei längeren Steigungen. Zur Not kann schließlich immer noch die Motorleistung verstärkt werden, denn insgesamt kann hier aus fünf unterschiedlichen Unterstützungslevel ausgewählt werden. 

Der leichte Alurahmen biete für unterschiedliche Körperdimensionen gleichermaßen eine bequeme Sitzposition. Auch bei der Fahrt im Gelände zeigt sich der E-Mounter dabei äußerst stabil. Und das bei einem Gewicht von nur 20,5 Kilogramm. Für zusätzlichen Komfort und entsprechende Anpassungsfähigkeit auf unebenem Untergrund sorgt zusätzlich auch noch die Suntour SF16 XCM Federgabel.

Auch designtechnisch gibt es am E-Mounter 1.0 von uns nichts auszusetzen. Begeisterungstürme hat der Anblick bei uns zwar nicht gerade ausgelöst, doch Punkteabzüge geben wir dafür auch keine. 

Pro Contra
Enorm geringes Gewicht. Akku könnte ein wenig stärker sein.
Bequeme Sitzposition. Kein CX Motor.
Erstaunlich leichtgängig im Gelände. Keine StvZO-taugliche Ausstattung.
Sehr gutes und einfaches Handling beim Wechseln der Unterstützungslevel.  

7 von 10 Punkten sind auf einer Skala ausgewählt.
Gesamtbewertung: 7 von 10 Punkte.

Alle Chrisson E-Mounter ansehen

Chrisson E-Mounter 3.0.

Der Testsieger.

Das Foto zeigt ein schwarzes Chrisson E-Mounter 3.0 vpr weißem Hintergrund.

Nach dem 1.0 sind wir uns einig: Liebe Damen und Herren von Chrisson, wir wollen ein Upgrade. Und das haben wir für unseren E-Mountainbike Test bis 3000 Euro auch bekommen. Das 3.0 ist das Topmodell dieser Kategorie bei Chrisson. Mal sehen, was wir für den Aufpreis im Gegensatz zum 1.0 hier alles noch zusätzlich bekommen. 

Der erste Unterschied macht sich gleich beim Motor bemerkbar. Das 3.0 ist mit einem Performance Line CX ausgestattet. Und das Bisschen Mehr an Kraft und die etwas bessere Sensorik machen sich beim Fahren auch deutlich bemerkbar. Es ist nicht zu leugnen: Dieser Motor bringt deutlich mehr Spaß als der „normale“ Performance Line.

Auch beim Akku wurde im Vergleich ein wenig aufgerüstet. Er bringt es auf 482 Kilowattstunden und soll Reichweiten von bis zu 200 Kilometer schaffen. Gut, da sind wir ein wenig skeptisch, aber für die Tagestour sollte es allemal reichen. 

Auch bei der Schaltung hat Chrisson ein wenig aufgerüstet. Hier kommt die wesentlich bessere Shimano Deore XT mit 11 Gängen zum Einsatz. Die Suntour-Federgabel wurde durch ein Modell von Rockshox mit Lockout ersetzt. Am Rahmen selbst wurde hingegen nichts verändert. Ist aber auch nicht nötig, denn der ist ohnehin top! Durch die hochwertigeren Bauteile konnte das Gewicht sogar noch einmal gedrückt werden. Der E-Mounter bringt gerade einmal 19,5 Kilogramm auf die Waage. Ein absoluter Topwert! 

Unser Testbike in weiß sieht im Vergleich zum E-Mounter 1.0 etwas langweilig aus. Grundsätzlich ist das aber Geschmackssache und führt bei uns auch zu keinen Punkteabzügen. 

Anders sieht das schon bei der straßenkonformen Ausstattung aus. Chrisson hat leider bei beiden E-MTBs darauf verzichtet, die Räder mit Licht und Reflektoren straßentauglich auszustatten. Das bringt einen kleinen Abzug bei der Bewertung. Trotzdem sind wir uns einig, dass der E-Mounter 3.0 von den weiteren E-Mountainbikes in unserem E-MTB Test bis 3000 Euro nur noch schwer zu schlagen sein wird. 

Pro Contra
Sehr hochwertige Bauteile für diese Preisklasse. Etwas langweiliges Design .
Ein Gewicht von unter 20 Kilogramm ist wirklich eine Leistung. Der Akku könnte noch etwas mehr Kapazität haben.
Der E-Mounter 3.0 hat uns auf unserem Testtrail maximal überzeugt. Vor allem die Shimano Deore XT und die Rockshox Federgabel sorgen hier für ein top Fahrgefühl.   
Der Performance Line CX ist einfach ein geiler Motor.  

9 von 10 Punkten sind auf einer Skala ausgewählt.
Gesamtbewertung: 9 von 10 Punkte.

Alle Chrisson E-Mounter entdecken

Fischer Montis 4.0i.

Guter Allrounder.

Das Foto zeigt ein schwarz-orangenes Fischer Montis 4.0i vor weißem Hintergrund.

In unserem Test warten nun zwei E-Mountainbikes aus dem Rennstall des Herstellers Fischer auf uns. Auch hier sind es wie auch bei Chrisson wieder zwei E-MTBs der gleichen Produktreihe. Fischer designt in der Pfalz mit viel technischem Know-how laut eigenen Aussagen „umweltschonende und gesunde Fortbewegungsmittel für Jedermann“. Und das auch noch zu sehr attraktiven Preisen. Dadurch hat sich die Marke in den letzten Jahren ein gutes Image aufgebaut. 

Die Montis-Reise startet mit dem 2.0 als Einstiegsmodell und setzt sich dann mit weiteren drei Bikes, dem 4.0i, dem 5.0i und dem 6.0 i fort. Wir sehen uns in unserem E-Mountainbike Test bis 3000 Euro zunächst einmal das Montis 4.0i an. 

Was uns dabei sofort auffällt, ist der seitlich integrierte Akku. Doch wie sieht es technisch aus? Fischer verzichtet beim Motor auf das Know-how von Bosch und setzt auf eine Eigenentwicklung. Im Vergleich zu den 85 Newtonmeter des Bosch Performance Line CX und den 65 Newtonmeter des Bosch Performance Line fallen die 50 Newtonmeter dieses Motors äußerst bescheiden aus.

Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht und mit dem Motor auch ganz gut einen recht steilen Anstieg bewältigt. Dennoch: Im direkten Vergleich stinkt er gegenüber Bosch ein wenig ab. Dafür kann der Akku mit seinen 504 Kilowattstunden jedoch recht gut mithalten. 

Zu unserem Gefallen ist das Bike StVO-tauglich ausgestattet. Ebenfalls punkten kann Fischer mit der übersichtlichen Connect App inklusive Navigation und zahlreichen weiteren nützlichen Funktionen.

An der 9-Gang-Schaltung gibt es wie auch an der Federgabel und an den Scheibenbremsen wenig zu meckern. Hier funktioniert grundsätzlich alles, wie es soll. Das gewisse „Etwas“ fehlt dabei jedoch. Das Montis 4.0i ist darüber hinaus mit seinen 24,5 Kilogramm alles andere als ein Leichtgewicht. 

Das Design des Bikes ist aus unserer Sicht jedenfalls gelungen. In schwarz-orange gehalten macht das E-MTB von Fischer einen sehr ästhetischen Eindruck. 

Pro Contra
StvZO-taugliche Ausstattung. Eigenentwickelter Motor kann nicht mit den Modellen von Bosch mithalten. 
Übersichtliche App mit Navi-Funktion. Hohes Gewicht.
Schönes Design.  
Voluminöse Continental-Reifen.  

7 von 10 möglichen Punkten sind auf einer Bewertungsskala ausgewählt.
Gesamtbewertung: 7 von 10 Punkte.

Alle Fischer Montis Modelle

Fischer Montis 6.0i.

Der stärkste Motor.

Das Foto zeigt ein blaues Fischer Montis 6.0i vor weißem Hintergrund.

Nachdem wir vom Montis 4.0i zugegebenermaßen ein wenig enttäuscht waren, sind wir nun schon gespannt, welche Upgrades das 6.0i zu bieten hat und wie sich diese auf das Fahrverhalten auswirken werden. 

Fangen wir doch gleich einmal beim Motor an. Die Eigenentwicklung ist hier passé. Doch das heißt noch lange nicht, dass der Motor deshalb gleich wieder von Bosch kommen muss. Schließlich gibt es auch noch andere gute Hersteller wie beispielsweise Brose. Der viertgrößte Automobilzulieferer der Welt produziert seit 2014 auch E-Bike-Motoren – und das auch noch mitten in Berlin. Der hier verwendete „Drive S“ wird vom Hersteller selbst als Gipfelstürmer bezeichnet. Und das ist er mit seinen 90 Newtonmetern auch, wie er uns im Praxistest eindrucksvoll demonstriert. 

Der Rahmen ist der gleiche wie beim 4.0i, glänzt jedoch bei dieser Version in schönem azurblau. Das macht aus unserer Sicht ein wenig mehr her. Auch bei der Schaltung hat Fischer aufgerüstet und in das Montis 6.0i eine SRAM EAGLE SX mit 12 Gängen verbaut. Der Unterschied ist wie Tag und Nacht. Die Gänge schalten sich auch im schwierigen Gelände butterweich. Wir konnten zwar nicht ausfindig machen, von wem die Federung stammt, doch sie reagiert auf unserem Test-Trail äußerst feinfühlig. 

Das Gesamtgewicht konnten die besseren Bauteile leider nicht entscheidend drücken. Auch das Montis 6.0i bringt insgesamt 24 Kilogramm auf die Waage. Vielleicht mal ein wenig bei Chrisson spionieren könnte hier helfen. 

Pro Contra
Toller Motor aus dem Hause Brose. Hohes Gewicht.
Feinfühlige Federung.  
Hochwertige SRAM EAGLE SX mit 12 Gängen.  
In Azurblau sieht das Montis gleich viel frischer aus.   

8,5 von 10 Punkten sind auf einer Bewertungsskala ausgewählt.
Gesamtbewertung: 8,5 von 10 Punkte.

Alle Fischer Montis Modelle

KTM Macina Aera P272.

Das beste Damen E-MTB.

Das Foto zeigt ein schwarzes KTM Macina Aera P272 vor weißem Hintergrund.

Unser letztes Rad aus unserem E-Mountainbike Test bis 3000 Euro stammt aus dem Haus KTM. Wir denken, bei diesem Hersteller erübrigt sich für die meisten eine nähere Erklärung. Bei KTM handelt es sich um einen weltweit operierenden Hersteller, der bereits seit 1964 Fahrräder produziert und seine Geschicke aus Mattighofen in Österreich leitet. 

Zugegeben, man muss seiner Fantasie schon ein wenig freien Lauf lassen, um das Macina Aera P272 als E-MTB einzuordnen. Da jedoch der Hersteller selbst das Produkt als E-MTB Hardtail bezeichnet, wollen wir nicht so sein und fügen uns diesem Urteil. Auf den ersten Blick macht es auf uns aber aufgrund des tiefen Einstiegs eher den Eindruck, als handle es sich hier um ein Komfort-Bike für bequeme Tagesausflüge. Das ist grundsätzlich für viele Hobbyfahrer aber kein Nachteil, ganz im Gegenteil. 

Beim Motor hat KTM ein paar Abstriche gemacht und gibt sich beim Macina Aera P272 mit dem Bosch Performance Line der dritten Generation zufrieden. Dazu gibt es den passenden Akku des gleichen Herstellers mit 500 Kilowattstunden. Das ist grundsätzlich ok, wir wissen aber mittlerweile, dass da auch mehr gehen würde. 

Nichts auszusetzen gibt es hingegen bei den eingesetzten Bauteilen. Für die Schaltung steht eine Shimano Deore mit insgesamt zehn Gängen zur Verfügung. Gebremst wird mit hochwertigen Bremsscheiben der gleichen Marke. Als Gabel kommt eine Suntour XCR 34 zur Anwendung. Bei unserer Ausfahrt zeigt sich das KTM Macina Aera P272 als gutmütiges und leicht zu handhabendes Bike und zeigt trotz seines „harmlosen“ Aussehens auch auf dem Trail seine Zähne. 

Mit einem Gewicht von rund 22 Kilogramm liegt dieses E-MTB bei unseren E-MTBs bis 3000 Euro ziemlich genau im Mittelfeld. 

Pro Contra
Hochwertige Bauteile. Der Anblick des niedrigen Einstiegs ist ein wenig gewöhnungsbedürftig.
Gutmütiges Bike, dass im Gelände trotzdem auch seine Zähne zeigen kann. Beim Motor hätten wir uns über den CX sehr gefreut.
Hochwertige Bauteile, wie man es von KTM gewöhnt ist.  
Viele Hobbyfahrer, die nicht mehr so gut auf den Beinen sind, werden den niedrigen Einstieg lieben.  

8,5 von 10 Punkten sind auf einer Skala ausgewählt.
Gesamtbewertung: 8,5 von 10 Punkte.

Alle KTM Macina E-MTBs

Haibike Hardfour.

Das beste Jugend E-MTB.

Das Haibike Hardfour in rot und weiß

E-Bikes von Haibike sind nicht nur beliebt, sondern bekommen oft in unzähligen Tests Bestnoten. Für diesen Test haben wir uns entschlossen, auch das berühmt berüchtigte Haibike Hardfour zu testen. Wie sich herausgestellt hat, ist das Bike nicht ohne Grund als eines der besten E-MTBs für Jugendliche bekannt. Während wir uns auf die Komponenten und die Geometrie fokussiert haben, durfte Christoph's Neffe testfahren. Achtung, Spoiler: Er hatte mächtig Spaß.

Das 24-Zoll Hardfour ist mit einem 60 Nm Yamaha Motor ausgestattet, das für Jugendliche völlig ausreichend ist. Dazu wurden ein 400 kWh Akku, hydraulische Scheibenbremsen von Tektro und eine SR Suntour XCR Federgabel mit Lockout verbaut. Die 9-Gänge Schimano Altus Schaltung sorgt auch im Gelände für eine optimale Kraftübertragung.

Neben den Komponenten gefallen uns auch das Design und die Geometrie des Bikes. Kompakt und robust gebaut, bietet das E-MTB Jugendlichen auch bei anspruchsvollen Trails genügend Kontrolle und Sicherheit. Das Handling wird durch die gute Federung und die starken Bremsen im wahrsten Sinne zum Kinderspiel.

Einen kleinen Abzug gibt's dafür, dass das E-MTB keine StVO-taugliche Austattung hat, was bei Kinder- und Jugendrädern zumindest ganz sinnvoll wäre. Design technisch fänden wir das Rad sogar noch besser, wenn der Akku voll integriert wäre. Aber das ist jetzt wirklich Meckern auf hohem Niveau.

Pro Contra
Kompakt und robust. Keine StVO-taugliche Austattung.
Ausgezeichnetes Handling und hoher Spaßfaktor. Der Akku sticht recht dominant ins Auge.
Sehr gute Komponenten.  
Tolles Design.  

9,5 von 10 möglichen Punkten sind auf einer Bewertungsskala ausgewählt
Gesamtbewertung: 9,5 von 10 Punkte.

Alle Haibike E-MTBs ansehen

Fazit. Unser Testergebnis.

Unser E-MTB Test bis 3000 Euro ergibt nach Punkten die folgende Reihung:

Wer für den Nachwuchs ein geeignetes E-MTB sucht, der ist mit dem Haibike Hardfour bestens beraten. Dieses Rad ist von unserer Seite aus eine absolute Kaufempfehlung!

Von den Erwachsenen E-MTBs hat uns der E-Mounter 3.0 von Chrisson im Gesamtpaket am meisten überzeugt. Beeindruckt hat uns dabei vor allem das geringe Gewicht dieses E-Mountainbikes, dazu auch noch die hochwertigen Bauteile und der Einsatz des Bosch Performance Line CX.

Allerdings sieht man auch, wie knapp die Abstände insgesamt waren. Denn auch das Fischer Montis 6.0i, das KTM Macina Aera P272 und das Axess Element wussten durchaus zu überzeugen und haben ihre Stärken. Deshalb kommt es wie immer darauf an, was du dir persönlich von einem E-Mountainbike erwartest. Denn auch wenn das Fischer Montis 4.0i bei uns nur sieben Punkte und damit den letzten Platz erreichte, sind für viele die App mit Navi-Funktion sowie die StvZO-taugliche Ausstattung unter Umständen wichtige Kaufkriterien.

Einig sind wir uns jedoch, dass sich der in den meisten Fällen geringe Aufpreis für die hochwertigeren Bikes des gleichen Herstellers lohnt. Rechnet man diesen Aufpreis auf die Nutzungsdauer des E-MTBs hoch, sollte jedem klar sein, dass es sich dabei um gut investiertes Geld handelt. Denn 500 Euro mehr beim Kaufpreis bedeuten hochgerechnet auf eine Nutzungsdauer von vier Jahren gerade mal etwas mehr als zehn Euro pro Monat.

Bist du in dieser Preisklasse nicht fündig geworden? Diese Testberichte können dir weiterhelfen: Die besten E-MTBs bis 2000 € und die besten E-MTBs bis 4000 €.

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