Testbericht

Fahrradfahren zu Hause? Ein Indoor Cycling Vergleichstest.

Fahrradfahren zu Hause? Ein Indoor Cycling Vergleichstest.
von Christoph Hoffmann
7.6.2020
Foto: Unsplash
Unser Vergleichtest zeigt dir welches Indoor Cycling Produkt das richtige für dich ist. Ein klassischer Heimtrainer? Das Fahrradergometer, ein Indoor Bike oder doch lieber die Rolle?

 

 

Was ist Indoor Cycling?

Und wie funktioniert ein Indoor-Bike? Der Unterschied zum herkömmlichen Rad: Das Indoor-Bike hat keinen Leerlauf und keine Bremsen. Umso höher ist die Anstrengung beim Indoor-Cycling, denn du kannst nicht einfach „rollen lassen“, bist also ständig in Bewegung.

 

Daraus ergeben sich viele Vorteile für den Trainingseffekt und es stellen sich unterschiedliche Anforderungen an die Wahl des Geräts.

 

Der klassische Heimtrainer

Das Heimtrainer Fahrrad ist der absolute Klassiker unter den Fitnessgeräten. Dies ist, seit dem Fitness-Boom und der Trimm-Dich-Bewegungskampagne des Deutschen Sportbunds in den 70er Jahren als „Trimm-Dich-Rad“ bekannt, bis heute eines der beliebtesten Fitnessgeräte für den Einstieg in den Radsport.

 

Das Heimtrainer Fahrrad zeigt normalerweise den Tretwiderstand in Stufen an und ist ein sehr einfaches, aber effektives Trainingsgerät. Bestens geeignet für Anfänger, die ihr Herz-Kreislaufsystem und die Muskulatur stärken möchten.

 

Empfehlenswerte Heimtrainer:

 

 

Das Ergometer

Für fortgeschrittene Radfahrer ist das Ergometer ideal. Diese Fitnessgeräte verfügen über eine genormte, wattgesteuerte Widerstandserzeugung und zeigen den Trainingswiderstand in Watt an.

 

Die wattgesteuerten Trainingsprogramme bieten eine gute Basis für zielgerichtete Trainings. Qualitativ hochwertige Ergometer verfügen weiterhin über ein Induktionsbremssystem das sich durch eine hohe Bewegungsqualität auszeichnet und sehr leise ist.

 

Beim Kauf solltest Du darauf achten, dass Dein Trainer eine gute Standfestigkeit aufweist. Dies kannst Du normalerweise an drei Faktoren erkennen:

 

+ Eigengewicht des Trainers

+ Maximales Benutzergewicht

+ Solide Standfüße

 

Weiterhin wichtig sind eine möglichst hohe Schwungmasse (6-10 Kilo), die Verstellmöglichkeiten und der Sitzkomfort, die Konsole des Heimtrainers (also das Display auf dem wichtige Trainingsdaten angezeigt werden) und die Anzahl der Trainingsprogramme. Zu empfehlen ist auch eine eine zuverlässige Pulsmessung. Hier hat sich in der Praxis die Pulsmessung durch einen Brustgurt bewährt.

 

Empfehlenswerte Ergometer:

 

 

Das Indoorbike

Für die Fortgeschrittenen bieten die Indoor Bikes an. Typisch für Indoor Bikes ist ein sportliches Aussehen, ein größeres und schwereres Schwungrad, im Vergleich zu Ergometern, eine möglichst direkte Kraftübertragung und ein Bremssystem, das in der Lage ist, einen extrem hohen Tretwiderstand zu generieren. Durch den sportlichen Aufbau und das grundsätzlich schwerere Schwungrad kann man auf dem IndoorBike leichter eine hohe Trittfrequenz erreichen und zu höheren Intensitäten übergehen als es bei einem gängigen Fahrradergometer der Fall ist.

 

Beim Kauf Deines Indoor Bikes solltest du die folgenden zusätzlichen (die generellen Empfehlungen fürs Ergometer gelten auch hier!) Punkte beachten:

 

+ Riemenantrieb (ist leiser und wartungsärmer als ein Kettenantrieb)

+ Kombipedale bieten dir die Möglichkeit über ein Klicksystem Fahrradschuhe zu nutzen oder über ein Riemensystem normale Turnschuhe zu verwenden.

 

Tipp: Falls das Indoor Bike über ein gängiges Pedalgewinde mit einem Gewindemaß von 9/16 verfügt, können problemlos andere Systempedale genutzt werden.

 

Kurbel mit einem Q Faktor (Abstand zwischen den Außenflächen der beiden Kurbeln zueinander) von 150 mm bis 190 mm sowie einer Kurbellänge von 170 mm bis 175 mm

 

 

Empfehlenswerte Indoor Bikes:

 

 

Die Rollentrainer

Im Gegensatz zu Ergometern oder Spinning-Bikes ermöglichen es dir die Rollentrainer, auf dem eigenen Rad zu Hause zu trainieren. Der Vorteil liegt auf der Hand: du musst dich nicht an neue Sitzpositionen und Einstellungen gewöhnen.

 

Aber welcher Rollentrainer ist für dich geeignet? Du hast die Wahl zwischen zwei Arten: Die Feste Rolle und die Freie Rolle.

 

 

Die freie Rolle

ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn hier kurbelst du ohne Halt. Deine Laufräder sind nicht fixiert, somit bietet dir diese Version realistischere Fahreigenschaften als die Feste Rolle. 

 

Wie funktioniert das?
Du stellst dein Fahrrad auf drei Walzen, die durch einen Treibriemen miteinander verbunden sind. Das Hinterrad bewegt sich auf den hinteren zwei Walzen, das Vorderrad wird auf der dritten, vorderen Walze gestützt. Hierdurch trainierst du zusätzlich dein koordinativen und technischen Fähigkeiten, allerdings ist eine „gewisse“ Mindestgeschwindigkeit notwendig damit das Rad stabil bleibt und du  nicht umkippst. Einige Freirollen kannst Du auch mit Trainings-Apps verbinden und so Dein Training kontrollieren und realistische Strecken abfahren.

 

Ein großer Vorteil der Freirolle ist das sehr geringe Gewicht und das sehr kleine Packmaß und Sie kann somit schnell unter dem Sofa oder Bett verschwinden.

 

 

Empfehlenswerte Freirollentrainer:

 

 

Die feste Rolle

hat den Vorteil gegenüber der freien Rolle, dass du dich voll und ganz auf das Treten konzentrieren kannst, da du mit einem Rad eingespannt bist und „nicht umfallen“ oder stürzen kannst. So kannst du auch mal den Kopf abschalten, einfach mal durchschnaufen und locker vor Dich hintreten. Je nach Modell lässt sich der Widerstand nur über die Schaltung oder über einen Widerstands-Verstellmechanismus vom Lenker oder auch interaktiv verstellen.

 

 

Empfehlenswerte Festrollentrainer:

 

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