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Trelock LS 760 I-Go Vision Test. Das ist unser Fazit.

Trelock LS 760 I-Go Vision Test. Das ist unser Fazit.
von Martin
Aktualisiert am: 23.11.2022
The Cycleverse
Das Trelock Modell LS 760 I-Go Vision gilt laut Stiftung Warentest als einer der besten Fahrradscheinwerfer. Was sind die Stärken und wo liegen die Schwächen der Fahrradlampe? Wir haben sie ausführlich getestet.

Für Radfahrer kann es überlebenswichtig sein, bei schlechten Lichtbedingungen selbst gut zu sehen und vor allem auch gesehen zu werden. Wer mit einer schlechten Beleuchtung oder gar ohne Licht unterwegs ist, geht ein unnötig hohes Risiko ein. Deshalb ist es auch ratsam, nicht einfach nur dem Gesetz genüge zu tun und irgendeinen Schweinwerfer zu montieren, sondern dabei auch ganz genau auf die Leistung und Qualität zu achten. 

Zu den Spitzenmodellen am Markt gehört unter anderem der Trelock LS 760. In zahlreichen Fachmagazinen wird der Scheinwerfer sehr gelobt. Doch wir wollen genau wissen, ob er diesen Lorbeeren auch tatsächlich gerecht wird und haben deshalb einen ausführlichen Trelock LS 760 I-Go Vision Test durchgeführt. 

Die Fakten.

Trelock LS 760 I-Go Vision auf einen Blick:
UVP: 139,99 Euro
Gewicht: 140 Gramm
Akku:  Lithium-Ionen Akku
Batteriekapazität: Bis zu 9 Stunden Laufzeit
Sichtweite: 120 m
Sichtbarkeit: 6500 m
Lux:

100 Lux, regelbar in 5 Stufen

  • Stufe 1: 20 Lux
  • Stufe 2: 40 Lux
  • Stufe 3: 60 Lux
  • Stufe 4: 80 Lux
  • Stufe 5: 100 Lux
Display: Full Control LCD-Display
Zulassung: StVZO, RKF-zertifiziert
Konnektivität: USB-C Anschluss
Weitere Eigenschaften:
  • Wiederaufladbares USB-Licht
  • Einschaltschutz
  • Einhand-Schnappverschluss
  • Minutengenaue Anzeige der Restleuchtdauer
  • Powerbank-Modus
  • Werkzeuglose Montage mit Halter ZL 760

Wer steckt hinter Trelock?

Bei Trelock handelt es sich um ein (ursprünglich) deutsches Unternehmen aus Münster, das sich hauptsächlich der Entwicklung und Herstellung von Fahrradzubehör widmet. Zu den wichtigsten Produkten gehören neben Bügelschlössern und Fahrradcomputern vor allem auch Lichtsysteme für das Fahrrad wie eben auch das Trelock LS 760 I-Go Vision.

Die Ursprünge des Unternehmens gehen bereits auf das Jahr 1854 zurück. In der heutigen Form existiert es seit 2001 durch ein Management-Buy-Out aus der damaligen Unternehmensgruppe, in der es eingegliedert war. Im Jahr 2016 hat das irische Sicherheitstechnik-Unternehmen Allegion Pic den Hersteller übernommen. 

Die Produkte werden aktuell in Deutschland, Taiwan und China produziert.

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Fahrradbeleuchtung: Die gesetzliche Lage in Deutschland.

Wer mit seinem Fahrrad im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs ist, muss sich dabei auch an die Vorschriften der StVZO halten. Für die Beleuchtung bedeutet das: 

  • Eine aktive Lichtquelle mit weißem Abblendlicht an der Front
  • Eine aktive Lichtquelle mit rotem Rücklicht am Heck
  • Vorne ein weißer und hinten ein roter Reflektor (können auch in der aktiven Beleuchtung integriert sein)
  • Orangefarbene Reflektoren an den Pedalen
  • Reflektoren in den Laufrädern (zum Beispiel durchgehende Reflexstreifen auf der Flanke oder zwei gelbe Speichenreflektoren in jedem Laufrad)

Durch die Neufassung im Juni 2017 haben sich auch ein paar Änderungen ergeben. Die lichttechnischen Einrichtungen dürfen seit dieser Novelle auch abnehmbar sein, müssen jedoch bei Bedarf angebracht werden. 

Die Lichtanlage muss schon seit 2013 nicht von einem Dynamo betrieben werden. Die Energiezufuhr darf seit damals auch von einer Batterie oder einem Akku kommen. 

Lange waren LED-Lichter umstritten, weil sie entgegenkommende Fahrer blenden können, wenn sie falsch eingestellt sind. Doch mittlerweile hat sich die LED-Technik auch bei den Fahrradscheinwerfern durchgesetzt und auch der Gesetzgeber hat nichts mehr dagegen. 

Wichtig ist dabei jedoch, auf die richtige Einstellung zu achten: Der hellste Punkt des Lichtkegels sollte etwa zehn Meter vor dem Vorderrad auf die Fahrbahn treffen.

Trelock LS 760 I-Go Vision Test.

Das Foto zeigt einen eingeschalteten Trelock LS 760 I-Go Vision Frontscheinwerfer.

Um den Fahrrad-Scheinwerfer von Trelock ausreichend zu bewerten, haben wir ihn ganz genau unter die Lupe genommen und bei unterschiedlichen Touren getestet. Bei der Bewertung haben wir uns auf die folgenden Kriterien konzentriert:

  • Beleuchtungsstärke
  • Akkulaufzeit
  • Montage
  • Bedienung
  • Größe und Gewicht
  • Lieferumfang
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Schauen wir uns nun der Reihe nach an, wie der Scheinwerfer in jeder Kategorie abgeschnitten hat.

Beleuchtungsstärke.

Das Foto zeigt einen Trelock LS 760 I-Go Vision der in die Ferne leuchtet.

10 von 10 Punkte auf einer Skala
Bewertung: 10 von 10 Punkte

Der Scheinwerfer bietet insgesamt fünf Beleuchtungsstufen. Auf der höchsten Stufe kommen die LEDs auf eine Leuchtleistung von 100 Lux. Damit ist der Trelock LS 760 aktuell der hellste am Markt erhältliche Scheinwerfer für Fahrräder und leuchtet auch dunkle Feldwege sowie Trails auf dem MTB sehr gut aus.

Nicht überall ist die maximale Lichtstärke erforderlich. Deshalb lässt sich das Licht je nach Bedarf stufenweise um jeweils 20 Lux zurückregeln. In der Stadt ist die Sicht in der Regel auch auf Stufe 3 ausreichend. Das hilft dabei, den Akku zu schonen und die Laufzeit zu erhöhen.

Bei der Beleuchtung kommt es jedoch nicht nur auf die Leuchtkraft an, sondern auch auf den Lichtkegel. Sowohl im Nah- als auch im Fernbereich ist der Kegel bei der Trelock LS 760 sehr breit und leuchtet deshalb die befahrenen Wege auch vollständig aus. Auch die Kanten bleiben dabei scharf, wodurch der Gegenverkehr nicht unnötig geblendet wird.

Was bedeutet 100 bzw. 20 Lux genau? Alle Infos über die Beleuchtungsstärke und die Einheit Lux gibt es hier: Lux Lumen Rechner

Akkulaufzeit.

Das Foto zeigt das Display mit der verbleibenden Akku-Restlaufzeit.

10 von 10 Punkte auf einer Skala
Bewertung: 10 von 10 Punkte

Um die Akkulaufzeit zu überprüfen, haben wir den Trelock LS 760 bei unserem Praxistest auf die höchste Stufe gestellt und gewartet, bis ihm dabei der Saft ausgeht. So viel vorneweg: Nehmt Euch viel Zeit, denn der Trelock kann die halbe Nacht! 😊 Bei uns kam der vordere Scheinwerfer auf eine Laufzeit von 308 Minuten – also etwas über fünf Stunden. Auf der niedrigsten Stufe hält er sogar fast 19 Stunden. 

Nähert sich die Energie dem Ende, beginnt zudem das Energiespar-Management-System des Scheinwerfers zu greifen. Die Lichtstärke wird automatisch schrittweise heruntergeregelt und die Leuchtdauer so zusätzlich verlängert. 

Das passiert beim Trelock LS 760 keineswegs überraschend, denn auf dem Display wird die verbleibende Restlaufzeit exakt in Stunden und Minuten angezeigt. Das bietet aktuell kein anderer Fahrrad-Scheinwerfer. 

Die Beladung erfolgt über USB-C. Die Akkus sind direkt im Scheinwerfer verbaut und müssen dafür nicht herausgenommen werden. In unserem Test hat es etwa 4,5 Stunden gedauert, bis die Akkus wieder vollständig beladen waren.

Montage.

10 von 10 Punkte auf einer Skala
Bewertung: 10 von 10 Punkte

In aller Kürze: Der Trelock LS 760 lässt sich sehr einfach auf dem Fahrradlenker montieren.

Etwas ausführlicher: Für die Montage ist kein Werkzeug erforderlich. Zunächst wird eine gummierte Plastikschlaufe um den Lenker gelegt und im Anschluss daran fest angezogen und mit einem kleinen Hebel fixiert. Das dauert nicht einmal eine Minute. Die Schlaufe ist auch für dickere MTB-Lenker ausreichend lang. 

Nachdem die Basishalterung montiert ist, kann der Trelock LS 760 einfach auf- und wieder abgesteckt werden. Zum Aufstecken wird der Scheinwerfer dabei in die Halterung gesteckt, bis ein deutlich hörbarer Klick zu vernehmen ist. Zum Abnehmen muss einfach der gummierte Knopf an der Unterseite des Frontlichts gedrückt und der Scheinwerfer nach vorne weggeschoben werden. 

Wer seinen Trelock LS 760 an verschiedenen Fahrrädern nutzen möchte, kann dafür bei Trelock als Zubehör eine Zusatzhalterung erwerben. Dadurch ist es nicht notwendig, ständig die Halterung beim Tausch des Rades zu wechseln.

Bedienung.

Das Foto zeigt einen Finger bei der Bedienung des Trelock LS 760 I-GO Vision.

10 von 10 Punkte auf einer Skala
Bewertung: 10 von 10 Punkte

An der Oberseite des Scheinwerfers befindet sich ein Display und direkt darunter sind zwei große Tasten, die mit einem Minus und einem Plus gekennzeichnet sind. Es erfordert kein Studium der Raketenwissenschaft, um die Aussage der Knöpfe zu verstehen. Mit Plus wird die Leuchtstärke um jeweils eine Stufe erhöht, mit Minus um eine Stufe verringert. 

Die Knöpfe sind ausreichend groß, um sie auch während der Fahrt mit Handschuhen oder zittrigen Händen präzise bedienen zu können. 

Besonders angetan hat es uns aber vor allem das Display, das in der Dunkelheit gut leuchtet und dem Fahrer zahlreiche Informationen bietet. So ist auf einen Blick erkennbar, welche Leuchtstufe gerade aktiv ist und wie lange der Akku bei der gewählten Stufe noch hält. Zudem wird die aktuelle Uhrzeit angezeigt. 

Mit Hilfe der integrierten digitalen Wasserwaage ist es ganz einfach, den Trelock LS 760 im optimalen Winkel am Fahrradlenker zu montieren. Dadurch ist die bestmögliche Sicht gewährleistet und entgegenkommende Fahrer werden nicht geblendet. Um den Scheinwerfer auszurichten, muss das Gehäuse einfach so lange verstellt werden, bis die Striche auf dem Display mit der bereits vorgeblendeten waagrechten Linie übereinstimmen. Klingt kompliziert, ist in der Praxis aber ultra-einfach und macht auch noch Spaß!

Im Notfall kann der Trelock LS 760 sogar als Powerbank fungieren und dem eigenen Smartphone ein wenig Saft verleihen. Mit der Kapazität lässt sich das Handy zwar nicht vollständig beladen, aber für den Notfall ist es allemal ausreichend. 

Größe und Gewicht.

9 von 10 Punkte auf einer Skala
Bewertung: 9 von 10 Punkte

Wer so viel Luxus bei der Fahrrad-Beleuchtung haben möchte, muss irgendwann auch den Preis dafür bezahlen. Der Trelock LS 760 bringt in unserem Test genau 140 Gramm auf die Waage. Damit ist er schwerer als viele andere Scheinwerfer. 

Doch lassen wir die Kirche im Dorf: Denn hierbei handelt es sich in etwa um das Gewicht einer Banane. Das fällt also auch beim Transport kaum ins Gewicht. 

Viel Platz nimmt der Trelock LS 760 in der Tasche jedenfalls nicht ein. Der Scheinwerfer ist gerade einmal 19 Zentimeter lang und hat eine Höhe von 6 Zentimeter.

Lieferumfang.

10 von 10 Punkte auf einer Skala
Bewertung: 10 von 10 Punkte

Das Paket, indem der Trelock LS 760 I-GO Vision geliefert wird, enthält alles zum Betrieb Nötige. Neben der Halterung sind auch noch zwei USB-C-Ladekabel mit einem Male- und einem Female-Stück eingepackt, die für die Beladung und die Nutzung als Powerbank benötigt werden.

Werkzeug ist keines dabei. Wozu auch, es wird für die Montage ohnehin nicht benötigt. 

Als zusätzliches Zubehör wird bei Trelock lediglich die Halterung für die Leuchte gelistet, falls der Scheinwerfer auf mehreren Fahrrädern verwendet werden soll. Der UVP ist mit 3,99 Euro dafür äußerst niedrig bemessen.

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Preis-Leistungs-Verhältnis.

9 von 10 Punkte auf einer Skala
Bewertung: 9 von 10 Punkte

Im Vergleich zu anderen Frontscheinwerfern am Markt ist der Trelock LS 760 verhältnismäßig teuer. Allerdings gibt es auch kein anderes Produkt, das annähernd die gleiche Leuchtleistung und zusätzlich auch noch nützliche Features bietet. Hier ist einfach alles von vorne bis hinten perfekt durchdacht. 

Am Ende muss jeder selbst entscheiden, ob ihm die eigene Sicherheit diese Investition wert ist. Der Preis für den Trelock LS 760 ist aus unserer Sicht jedenfalls gerechtfertigt. Denn das Produkt macht auch einen sehr robusten Eindruck und ist in der Praxis wahrscheinlich wesentlich haltbarer als viele andere Scheinwerfer. Dadurch amortisieren sich die Kosten nach ein paar Jahren auch wieder. 

Nach unserem Test mit dem Trelock LS 760 möchten wir uns auf unseren privaten Fahrrädern jedenfalls auch nicht mehr mit einem 0815-Scheinwerfer zufriedengeben. Denn wer einmal das Vergnügen hatte, bei schlechten Sichtbedingungen auf eine gute Beleuchtung zurückgreifen zu können, möchte darauf einfach nicht mehr verzichten. 

Wir ziehen bei dieser Kategorie dennoch einen Verhandlungspunkt ab, um Trelock damit vielleicht künftig für günstigere Preise zu animieren. 😉

Unser Fazit: Klare Kaufempfehlung.

Es gibt so viele Dinge im Leben, für die wir unnötig Geld ausgeben. Ein qualitativ hochwertiger Scheinwerfer für das Fahrrad wie der Trelock LS 760 ist eine Investition in die eigene Sicherheit und kann im Extremfall sogar über Leben und Tod entscheiden. Deshalb gibt es nach unserem Test eine klare Kaufempfehlung für diesen Scheinwerfer. 

Insgesamt haben wir bei unserem Trelock LS 760 I-Go Vision Test die folgenden Vor- und Nachteile festgestellt:

Pro Contra
Hohe Beleuchtungsstärke. Im Vergleich zu anderen Scheinwerfern etwas höheres Gewicht (140 Gramm).
Lange Leuchtdauer (bis zu 19 Stunden). Hoher Preis.
Einfache und unauffällige Anbringung.  
Einfache Montage ohne Werkzeug.  
Kinderleichte Bedienung.  
Display mit umfangreichen Infos.  
Digitale Wasserwaage zur Ausrichtung.  
Als Powerbank verwendbar.  

In den einzelnen Test-Kategorien haben wir der Trelock LS 760 die folgenden Punktzahlen vergeben:

Kriterium Punkte
Beleuchtungsstärke 10 von 10
Akkulaufzeit 10 von 10
Montage 10 von 10
Bedienung 10 von 10
Größe und Gewicht 9 von 10
Lieferumfang 10 von 10
Preis-Leistungs-Verhältnis 9 von 10
Ø GESAMT 9,71 von 10

Mit einer Gesamtnote von 9,71 erzielt der Trelock LS 760 trotz harter Testbedingungen ein ausgezeichnetes Ergebnis. Die kleinen Abzüge bei Größe und Gewicht sowie im Preis-Leistungs-Verhältnis sind ohnehin vernachlässigbar.

Liebe Damen und Herren bei Trelock: Gratulation! Ihr habt alles richtig gemacht bei diesem Produkt. Nur weiter so! 

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